Berlin (epo). - Hunderte Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Berlin das Projekt "WM Schulen - Fair Play for Fair Life" gestartet. 204 Schulen aus ganz Deutschland erhielten per Los ein FIFA-Land als Partner. "Vom Fußball fürs Leben lernen" ist das Ziel des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler sind bis zur Fußball-Weltmeisterschaft Botschafter für ihr Partnerland. Und sie lernen im Unterricht alles über die Themen "Fair Play" und "Fair Life". Deutschland als 205. Mitglied des Weltfußballverbands FIFA wird von einer Schule in Südafrika vertreten.



"Wir möchten die Kinder motivieren, sich mit anderen Ländern auseinander zu setzen und alles über das Leben dort zu lernen", sagte Jürgen Klinsmann, der als Präsident der Stiftung Jugendfußball an dem Termin teilnahm. Ein Projekt der Stiftung - das Straßenfußballprojekt streetfootballworld - koordiniert "WM Schulen - Fair Play for Fair Life." Der Bundestrainer sieht Fußball nicht nur als Spiel auf dem grünen Rasen. "Fußball hat wie jeder andere Sport eine ungeheure soziale Verantwortung", sagte Klinsmann. "Und vor allem: Er ist weltweit."

Partner von WM-Schulen sind die evangelische Hilfsorganisation "Brot für die Welt", das Institut für Friedenspädagogik Tübingen und die Brandenburgische Sportjugend. Wichtigster Förderer ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. "Es gibt kaum etwas, was die Menschen in der ganzen Welt so sehr verbindet wie das Fußballspiel", sagte Heidemarie Wieczorek-Zeul. "Das Projekt trägt dazu bei, dass wir uns alle in der Welt besser kennen lernen und in Frieden leben können." Die Ministerin betonte, dass es bei dem Projekt auch um Fairness in der Welt gehe. "Alle Fußballteams der WM-Schulen bekommen Fußbälle aus fairem Handel, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit in Pakistan hergestellt wurden."

Warum ohne Teamgeist nichts geht, was Fair Play im Alltag und in der Weltpolitik heißt, wie Konflikte friedlich gelöst werden können - anhand spezieller Unterrichtsmaterialen beschäftigen sich die Klassen mit dem Leitsatz "Fair Play for Fair Life". "Die Kinder lernen, wie die Menschen in den Ländern leben, aus denen die Fußballstars kommen", sagte Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter. "Durch die Botschafterrolle wollen wir erreichen, dass die Kinder für die Probleme der so genannten Dritten Welt sensibilisiert werden."

Für das große WM-Schulfinale im Juni 2006 in Potsdam qualifizieren sich 32 Schulen. Die Mädchen und Jungen spielen nach der Methode "Straßenfußball für Toleranz". Ein kleines Trainingsspiel wurde auf dem Schulhof der Joan-Mir?-Grundschule ausgetragen. Dabei spielten zwei Schulteams, die Kroatien und die Dominikanische Republik vertraten, gegeneinander. Klinsmann verstärkte das Karibik-Team. Das Spiel endete 2:2.

"Wir möchten den Anspruch des offiziellen WM-Mottos 'Die Welt zu Gast bei Freunden' mit Substanz füllen", sagte Jürgen Griesbeck, der Geschäftsführer von streetfootballworld. "Damit können Tausende Kinder in Deutschland an der Weltmeisterschaft teilhaben."

 Brot für die Welt
 streetfootballworld


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