g8Bonn (epo.de). - Die Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen (G8) sollten bei ihrem Gipfeltreffen Mitte der Woche im italienischen L'Aquila eine globale Steuer auf Finanztransaktionen beschließen. Nur so könnten die Ausgaben für die Bekämpfung des Klimawandels, für die Überwindung der Wirtschaftskrise und zur Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen finanziert werden, erklärte der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) am Montag in Bonn.

Den Klimawandel und die Finanz- und Wirtschaftskrise hätten die Industrieländer verursacht", sagte EED-Vorstand Wilfried Steen im Hinblick auf das G8 Treffen vom 8. bis 10. Juli in Italien. Die G8 sollten deshalb "mit einer Steuer auf globale Finanztransaktionen die erforderlichen Mittel mobilisieren, um den Entwicklungsländern bei der Bewältigung der globalen Krisen zu helfen".

Steen verwies darauf, beim G20 Gipfel im April in London seien 1,1 Billionen US-Dollar hauptsächlich für Mitteleinkommensländer reserviert worden. "Dies ist ein Anfang", sagte Steen. "Aber sie werden für die notwendigen globalen Aufgaben zur Aufrechterhaltung eines gesunden Klimas und einer zukunftsfähigen Wirtschaft mit ähnlichen Lebensstandards in allen Ländern nicht ausreichen."

Nach Angaben der Vereinten Nationen seien allein 50 Milliarden Dollar jährlich zur Anpassung der Entwicklungsländer an den Klimawandel erforderlich. "Sie brauchen jetzt unter anderem grüne Konjunkturprogramme: so könnten sie sowohl auf die Wirtschafts- als auch auf die Klimakrise reagieren", so Wilfried Steen.

Nach Angaben des Weltbundes der Börsen in Paris wurden im Jahr 2007 Aktien, Anleihen und Derivate im Wert von mehr als 115 Billionen US Dollar gehandelt. "Schon ein kleiner Prozentsatz davon könnte substantielle Beiträge zur Lösung von globalen Problemen leisten", erklärte Steen.

www.g8italia2009.it
www.eed.de

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