bpbBerlin (epo.de). - Bundespräsident Horst Köhler hatte das Austauschprogramm "Go Africa... Go Germany..." angestoßen: Nachdem im Sommer vergangenen Jahres zwölf afrikanische Studenten Deutschland und Brüssel besuchten, bereisen sie nun mit zwölf deutschen Studierenden Ghana und Nigeria: Gemeinsam setzen sie damit den Austausch über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen fort. Der Auftakt ist am Donnerstag in Ghanas Hauptstadt Accra.

Bereits zum dritten Mal in Folge findet das Stipendiatenprogramm in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) statt. Während des dreiwöchigen Austauschs in Westafrika treffen die Studierenden politische Entscheidungsträger, Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft, Wissenschaftler und Journalisten in Ghana und Nigeria.

"Der persönliche Austausch zwischen den Teilnehmern und Gesprächspartnern ermöglicht einen konkreten Einblick in die jeweilige Lebenswirklichkeit der Länder", erklärte Thomas Krüger, Präsident der bpb. "Nur auf dieser Basis der Auseinandersetzung mit der Realität des Anderen und einem gegenseitigen Verständnis füreinander können Vorurteile bewältigt und zukünftige Herausforderungen gemeinsam angegangen werden."

Die afrikanisch-deutsche Stipendiatengruppe startet mit ihrem umfangreichen Programm am 11. März in Accra (Ghana) und trifft dort gleich zu Beginn den Präsidenten John Evans Atta Mills. Ferner ist die Gruppe zum Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Ghana, Marius Haas, eingeladen. Im Austausch mit Vertretern verschiedener Parteien Ghanas werden Fragen der Demokratie und der Pressefreiheit erörtert. In Lagos (Nigeria) diskutieren die Studierenden unter anderem mit Politikern über die Herausforderungen des öffentlichen Transports in der zweitgrößten Stadt Afrikas. Zudem finden Gespräche mit Vertretern der nigerianischen Filmindustrie statt und die Stipendiaten besuchen das Set eines "Nollywood"-Films.

Die Teilnehmer stammen aus Ghana, Nigeria, Tansania, Guinea, Sierra Leone, Ruanda, Kamerun und Deutschland. Sie hatten sich mit einem Essay zu politischen und gesellschaftlichen Themenstellungen für die Teilnahme am Programm "Go Africa... Go Germany..." qualifiziert. Für 2010/2011 ist eine vierte Begegnung der jungen afrikanischen und deutschen Nachwuchswissenschaftler vorgesehen. Das Austauschprogramm dient der Verwirklichung einer langfristigen Zusammenarbeit: Ziel ist es, die insgesamt fast 100 Stipendiaten 2012 als Multiplikatoren für die Gründung einer deutsch-afrikanischen Jugendbildungsstiftung zu gewinnen.

www.bpb.de

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