uranfilmfestival_100Rio de Janeiro. - Mit den Risiken der Atomindustrie befasst sich das 1. Internationale Film Festival über Atomkraft, Uranbergbau und radioaktive Gefahren ("Urânio em Movi(e)mente"), das vom 21. bis 28. Mai in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro stattfindet. Gezeigt werden 34 Dokumentar- und Spielfilme aus allen Kontinenten.

Brasilien verfügt bereits über zwei Atomkraftwerke, ein drittes ist im Bau und soll mit deutschen Hermes-Bürgschaften subventioniert werden. Rund 50 weitere AKWs sind zumindest nach den bisherigen Überlegungen der Regierung und der Wirtschaft in Planung. In der Amazonas-Region werden zudem große Uran-Vorkommen vermutet. Das erste Internationale Film Festival über Atomkraft, Uranbergbau und radioaktive Gefahren soll die brasilianische Öffentlichkeit über die Risiken der Atomtechnologie aufklären.

Auf dem Festival werden 34 Dokumentar- und Spielfilme aus allen Kontinenten präsentiert. Auch fünf Filme aus Deutschland werden gezeigt: "Yellow Cake. Die Lüge von der sauberen Energie" von Joachim Tschirrner, "Der Uranberg", von Dror Zahavi, "Der zehnte Castor-Transport nach Gorleben", von Sylvain Darou, "Todesstaub", von Frieder F. Wagner sowie ein Film über den Uranbergbau in Brasilien von Ralph Weihermann.

Bei der Planung des Festivals habe man an die nuklearen Katastrophen von Three Mile Island (1979) in den USA, an Tschernobyl (1986) und an die Cäsium-137-Katastrophe in der brasilianischen Stadt Goiânia (1987) gedacht, erklärte die Festival-Koordinatorin Marcia Gomes de Oliveira. Mit dem GAU im japanischen Fukushima habe das Filmfestival noch stärkere Aktualität bekommen.

In Rio de Janeiro sind die Filme vom 21. bis 28. Mai zu sehen. Danach reist das Uranium Film Festival nach São Paulo (3.-5. Juni), nach Nordostbrasilien in die Metropolen Recife, Natal, João Pessoa und Fortaleza (August) und schließlich (im September) nach Salvador.

www.uraniumfilmfestival.org

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