beerfeltz_hans-juergen_bmz_100Berlin. - Der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP), ist am Dienstag zu einer viertägigen Reise nach Mexiko aufgebrochen. "Schwellenländer wie Mexiko sind für uns Brückenbauer zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Gemeinsam können wir Lösungen für Zukunftsthemen finden, von denen alle profitieren", sagte Beerfeltz vor seiner Abreise.

Im Mittelpunkt seiner politischen Gespräche in Mexiko werden nach BMZ-Angaben die Themen Umwelt- und Klimaschutz, Biodiversität sowie erneuerbare Energien und Energieeffizienz stehen. Staatssekretär Beerfeltz wird sich dazu mit hochrangigen Regierungsmitgliedern austauschen.

Der Schutz von Umwelt und Klima ist eine von fünf Säulen des mexikanischen Regierungsprogramms. Das Land stehe hier vor großen Herausforderungen, so das BMZ: Mexiko gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. Doch 1,2 Prozent der Waldfläche geht jedes Jahr verloren, der größte Teil davon, um Flächen für die Landwirtschaft zu gewinnen. Mexiko ist zudem der größte Kohlendioxid-Emittent in Lateinamerika.

Deutschland unterstützt das Land bei seinen Bemühungen, die Umweltbelastungen zu verringern, die Wälder und die biologische Vielfalt zu bewahren und die Emissionen von Kohlendioxid zu senken. Ein besonderes Anliegen von Hans-Jürgen Beerfeltz ist es, dabei mehr Synergien zu nutzen. "Wir sollten die Entwicklungszusammenarbeit, die Wissenschaft und die Wirtschaft näher zusammenbringen und prüfen, wie wir gemeinsam effizientere Wege gehen können", so der Staatssekretär. Im November 2011 hat Deutschland für die Entwicklungskooperation mit Mexiko bis zu 118,1 Millionen Euro für einen Zweijahreszeitraum zugesagt. Mit den Mitteln soll insbesondere auch die neue Zusammenarbeit im Bereich Waldschutz und Biodiversität aufgenommen werden.

Auch über die Fortschritte Mexikos als neuer Geber in der Region will sich Beerfeltz informieren. Im vergangenen Jahr hat das Land ein Gesetz zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit verabschiedet und die mexikanische Agentur für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (AMEXCID) gegründet. Deutschland berät seine Partner in Mexiko beim Aufbau dieser neuen Agentur. Durch die gemeinsame Kooperation mit Drittländern ("Dreieckskooperation") leisten Deutschland und Mexiko außerdem einen Beitrag zur Entwicklung der gesamten Region.

Beerfeltz und seine Delegation wollen während ihrer Reise auch Projekte der mexikanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit besuchen. Im Bundesstaat Puebla im Südosten des Landes werden sie zum Beispiel ein Biodiversitätsprojekt im Schutzgebiet Necaxa besichtigen. Sie können sich dort intensiv über die biologische Vielfalt und die verschiedenen Ökosysteme Mexikos informieren.

An der Autonomen Universität San Luis Potosí in Zentralmexiko will Hans-Jürgen Beerfeltz sich über den deutsch-mexikanischen Masterstudiengang Umwelt- und Ressourcenmanagement / Energie informieren. Das BMZ fördert diesen Studiengang gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz wird zudem das neue gemeinsame Büro der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der KfW Entwicklungsbank in Mexiko-Stadt eröffnen. Auch Treffen mit Wirtschaftsvertretern und Vertretern der in Mexiko arbeitenden deutschen politischen Stiftungen sind geplant.

www.bmz.de

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