Entwicklung

faoNew York/Rom (epo). - Die Welternährungsorganisation FAO hat die in New York versammelten Staats- und Regierungschefs dazu aufgerufen, zu ihren Verpflichtungen zur Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015 zu stehen. Die in Rom ansässige UN-Organisation forderte eine "angemessene Finanzierung" der Aktionen und Programme zur Förderung der ländlichen Entwicklung und zur Verringerung der Armut und rief dazu auf, "den verletztlichsten Menschen einen direkten Zugang zu Nahrung zu verschaffen".

Franz NuschelerHamburg (epo). - Der Duisburger Entwicklungsforscher Franz Nuscheler hat vor der Vorstellung gewarnt, mehr Entwicklungshilfe sei das Allheilmittel im Kampf gegen die weltweite Armut. Vordringlich sei vielmehr eine "zielgerechte Verwendung" der heutigen Mittel, erklärte der Direktor des Duisburger Instituts für Entwicklung und Frieden anlässlich des in New York stattfindenden UN-Weltgipfels in der Wochenzeitung "Die Zeit". Das EU-Ziel, die Hilfe bis zum Jahr 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationalprodukts zu steigern, nannte er "illusorisch".

Jean Ping. Foto: UNONew York (epo). - Der "Weltgipfel" der Vereinten Nationen in New York scheint einen Tag vor seinem Beginn in zentralen Punkten bereits "geplatzt". Der Sprecher der US-Delegation, Rick Grenell, räumte mit Blick auf die umstrittene Abschlusserklärung des Gipfeltreffens ein, die Staatengemeinschaft werde "ein Dokument voller Löcher in jenen Punkten produzieren, in denen sich die Mitgliedstaaten nicht einigen konnten". Hinsichtlich der Umwandlung der UN-Menschenrechtskommission in einen "Menschenrechtsrat" und der Verwaltungsreform der UNO seien die Verhandlungen bereits "geplatzt". Die USA hatten rund 400 Änderungswünsche für die 40seitige Erklärung.

EEDBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat an die Bundesregierung appelliert, sich einer Aufweichung der Pläne zur Halbierung der Armut bis 2015 auf dem morgen beginnenden UN-Gipfel zu widersetzen. Zugleich solle sich Deutschland insbesondere für die Förderung von Bildung einsetzen, die zentrale Voraussetzung für Entwicklung sei, sagte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin am Dienstag bei der EED-Jahrespressekonferenz in Bonn.

Wahl und Welt Berlin/Frankfurt a.M. (epo). - Entwicklungspolitik spielt im gegenwärtigen Wahlkampf der Parteien eine untergeordnete - oder besser: unterschwellige - Rolle. Wenn um die Sicherung der Arbeitsplätze am Standort Deutschland gestritten wird, geht es auch um Arbeitsplätze in der Volksrepublik China. Wenn deutsche Landwirte sich bei ihrem Bundestagsabgeordneten über die Reform der EU-Zuckermarktordung beschweren, geht es auch um Marktchancen von Zuckerbetrieben in Brasilien oder auf Mauritius. Die "Zeitschrift Entwicklungspolitik" und Entwicklungspolitik Online haben die entwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Parteien 14 Tage lang im Rahmen einer Online-Debatte zu zentralen Themen befragt. Das Ergebnis können Sie online einsehen - und sich selbst an der Diskussion beteiligen! Die gesamte Debatte ist jetzt auch im PDF-Format als Download verfügbar.

GTZNew York/Eschborn (epo). - Der Beitrag von Umwelt- und Ressourcenschutz für die Armutsminderung in Entwicklungsländern steht im Mittelpunkt zweier hochrangig besetzter Veranstaltungen in New York, die parallel zum UN-Gipfel stattfinden. Organisiert werden die Veranstaltungen von der Initiative "Poverty Environment Partnership" (PEP), einem Zusammenschluss von über 30 internationalen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen. Das BMZ ist seit 2003 Mitglied von PEP und wird in der Initiative von der Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) vertreten.

iloGenf/Berlin (epo). - Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) hat im Vorfeld des UN-Gipfels zu einer auf die Schaffung von Beschäftigung ausgerichteten Neuorientierung der Politik aufgerufen. Beschäftigung und die Förderung von Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, ist nach Auffassung der ILO die effektivste Methode zur Armutsbekämpfung. Millionen von Menschen könnten sich selbst aus der Armut befreien, wenn sie die Gelegenheit zu produktiver und menschenwürdiger Arbeit erhielten.

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