Nahost

schweinegrippeKairo/Göttingen (epo.de). - Die ägyptische Regierung versucht aus der weltweit grassierenden Schweinegrippe politisches Kapital zu schlagen, indem sie die Minderheit der koptischen Christen zu Sündenböcken abstempelt und religiöse Spannungen schürt. Diesen Vorwurf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag erhoben, nachdem Ägpten die Massenschlachtung von bis zu 250.000 Schweinen angeordnet hatte. "Die christliche Minderheit fühlt sich ungerecht behandelt und fürchtet neue Übergriffe der muslimischen Mehrheitsbevölkerung", warnte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.
wbWashington (epo.de). - Die Weltbank-Vizepräsidentin Isabel Guerrero hat Pakistan bei der Geberkonferenz am 17. April in Tokio Hilfen in Höhe von vier bis sechs Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. “We are still making efforts, we think this is possible”, sagte Guerrero, die für Südasien zuständig ist. Guerrero zufolge werden zur Geberkonferenz Delegationen (meist auf Ministerebene) aus 27 Ländern und von 16 internationalen Organisationen in Tokio erwartet. Pakistan wird durch Präsident Asif Ali Zardari vertreten.
medicoFrankfurt/Gaza (epo.de). - Die Frankfurter Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international hat die anhaltende israelische Blockade des Gazastreifens kritisiert. Seit Beginn der Waffenruhe dürften nur durchschnittlich 135 LKW-Ladungen täglich die israelischen Grenzübergänge in den Gazastreifen passieren. Um den unmittelbaren Bedarf zu decken, wären laut UN jedoch mindestens 500 LKW-Lieferungen täglich nötig, erklärte medico am Dienstag in Frankfurt.

Nahost Bericht

Mumbai/Berlin (epo.de). - Die Opportunitätskosten der Konflikte im Nahen Osten belaufen sich seit 1991 auf zwölf Billionen US-Dollar. Dies geht aus einem neuen Forschungsbericht über die Kosten des Konflikts im Nahen Osten hervor, den die 'Strategic Foresight Group' am Dienstag in Mumbai (Indien) veröffentlichte. Opportunitätskosten sind entgangene Erlöse, die dadurch entstehen, dass vorhandene Möglichkeiten (Opportunitäten) zur Nutzung von Ressourcen nicht wahrgenommen werden.

medicoGaza-Stadt/Frankfurt (epo.de). - Jüdische und arabische Ärzte und Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes wollen am Freitag versuchen, mit einem Lebensmittel-Konvoi aus Israel in den Gaza-Streifen zu gelangen. Organisiert werde die Solidaritätsaktion "mit den Bewohnern von Gaza und dem Süden Israels" von dem israelischen medico-Partner "Ärzte für Menschenrechte", teilte die sozialmedizinische Hilfsorganisation medico international am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Die Aktivisten fordern eine sofortige Waffenruhe und eine politische Lösung, um die Besetzung zu beenden.

Gazastreifen. Karte: Wikpedia

Gaza Stadt/Berlin (epo.de). - Die israelische Armee hat am Donnerstag in Gaza-Stadt das Hauptquartier der Vereinten Nationen, ein Krankenhaus und den Sitz mehrerer internationaler Medienbüros beschossen. Unterdessen setzten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Tel Aviv ihre Vermittlungsbemühungen fort. Medzinischen Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen und medico international stellt sich die Frage, ob sie ihre Nothilfe angesichts der Rücksichtslosigkeit der israelischen Streitkräfte und der Hamas gegenüber zivilen Einrichtungen überhaupt noch fortsetzen können.

unicef logoKöln (epo.de). - Angesichts der täglich wachsenden Zahl ziviler Opfer hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) eindringlich an die Konfliktparteien im Nahen Osten appelliert, "das Blutvergießen zu stoppen und die Zivilbevölkerung aus dem Kreuzfeuer zu nehmen". Beide Konfliktparteien müssten die diplomatischen Bemühungen um eine sofortige Waffenruhe des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon unterstützen, erklärte UNICEF am Mittwoch in Köln. Ban traf am Mittwoch in Ägypten ein.
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