Wasser

duerre_ostafrika_nasa_150Nairobi (epo.de). - Mehr als 20 Millionen Menschen sind derzeit am Horn von Afrika auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. In Kenia leidet aufgrund einer lang anhaltenden Dürreperiode bereits rund ein Drittel der Bevölkerung Hunger. Die Regenperiode, die im Oktober eingesetzt hat, kann die lang anhaltende Wasserknappheit nicht wettmachen. Das ganze Ausmaß der Folgen der Trockenheit in Ostafrika zeigen jetzt Satellitenaufnahmen der US-Raumfahrtbehörde NASA.
Kayapo-Proteste am Rio XinguBrasilia/Berlin (epo.de). - Im brasilianischen Amazonasgebiet beginnen Angehörige des Kayapó-Volkes am Mittwoch mit einwöchigen Protestaktionen gegen den Bau eines riesigen Staudammes am Xingu-Fluss. Auch an anderen Nebenflüssen des Amazonas sind Wasserkraft-Projekte geplant, die Siedlungsgebiete indigener Völker überfluten würden. Die Hilfsorganisation Survival International rechnet mit einer Welle indigener Proteste.
Tschad-SeeRom (epo.de). - Der einst 25.000 Quadratkilometer große Tschad-See ist seit 1963 um 90 Prozent geschrumpft. Rund 30 Millionen Menschen in den Anrainerstaaten Kamerun, Niger, Nigeria und Tschad seien mit einer schleichenden humanitären Katastrophe konfrontiert, warnte die Welternährungsorganisation FAO am Donnerstag in Rom. Bis in 20 Jahren könnte der See vollkommen verschwunden sein.
Wasser. Foto: UNICEFStockholm (epo.de). - In Stockholm ist am Sonntag die Weltwasserwoche eröffnet worden. Das wichtigste internationale Fach- und Dialogforum zum Thema Wasser lockt jedes Jahr mehr als 2.000 Wissenschaftler und Beobachter in die schwedische Hauptstadt. Die steigende Nachfrage und die Folgen des Klimawandels machten den Zugang zu Trinkwasser immer schwieriger, erklärte das Kinderhilfswerk UNICEF. "Der Klimawandel verschärft die Wasserknappheit in den ärmsten Regionen der Erde. Regierungen müssen besser dafür sorgen, dass trinkbares Wasser als Allgemeingut auch den ärmsten Bevölkerungsschichten zur Verfügung steht", forderte die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks UNICEF in Deutschland, Regine Stachelhaus.
ilisuHamburg (epo.de). - Das von der türkischen Regierung geplante Ilisu Staudamm-Projekt wird nicht mehr mit Exportkreditgarantien von Deutschland, Österreich und der Schweiz abgesichert. Das teilte die deutsche Euler Hermes Kreditversicherungs-AG am Dienstag in Hamburg mit. "Die an diese Absicherungen geknüpften Auflagen im Bereich der Umwelt, Kulturgüter und Umsiedlung konnten trotz teilweise erheblicher Verbesserungen innerhalb der vertraglich festgelegten Frist nicht erfüllt werden", erklärten die Exportkreditversicherer Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gemeinsam.
IlilsuAnkara/Berlin (epo.de). - Der türkische Umweltminister Veysel Eroglu geht davon aus, dass die Exportkreditagenturen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Bürgschaften für den umstrittenen Ilisu Staudamm im Osten der Türkei in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro freigeben und mit dem Bau in der kommenden Woche begonnen werden kann. Der Damm, der einmal 1200 Megawatt Leistung haben soll, würde 1,2 Milliarden Euro kosten und 80 Ortschaften überfluten, darunter die Jahrtausende alte Stadt Hasankeyf.
Stop Ilisu KampagneWien/Berlin (epo.de). - Die türkische Regierung hat nach Berichten von Umweltschützern beim Bau des Ilisu-Staudammes in Ost-Anatolien erneut gegen internationale Auflagen verstoßen. Sie enteigne weiterhin die Bevölkerung im Staudammgebiet am Tigris und breche damit "zum wiederholten Male die Auflagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz", erklärte die "Stop Ilisu"-Kampagne am Dienstag in Wien. Bis zum 6. Juli müssen die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz entscheiden, ob sie die Investitionen für den umstrittenen Ilisu-Staudamm am Tigris in der Türkei mit Exportbürgschaften in Höhe von rund 500 Millionen Euro absichern.
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