Entwicklungszusammenarbeit

kompass 2020Berlin. - Die Corona-Krise stellt die Entwicklungspolitik der Bundesregierung vor neue Herausforderungen. Neben der wichtigen kurzfristigen Hilfe mit dem Corona-Sofortprogramm der Bundesregierung werden langfristig deutlich mehr Mittel zur Bekämpfung von Hunger, Armut und fehlender Bildung als Folge der Pandemie benötigt. Insbesondere die ärmsten Länder leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise, erklärten das Kinderhilfswerk terre des hommes und die Welthungerhilfe bei der Vorstellung des diesjährigen Berichts zur Wirklichkeit der Entwicklungspolitik ("Kompass 2020").

bmz 100Berlin. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt den Umbau einer Fabrik von Volkswagen in Südafrika zu einer medizinischen Einrichtung für COVID-19-Patienten. Die Anlage in Port Elizabeth soll bis zu 4.000 Patienten aufnehmen können, inklusive Personen, die Sauerstoffzufuhr benötigen. Damit werden die Aktivitäten der südafrikanischen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt.

oneBerlin. - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat eine Reform seines Hauses verkündet. Die Strategie "BMZ 2030" sieht vor, die Zusammenarbeit mit rund einem Drittel der Partnerländer einzustellen sowie das Entwicklungsministerium inhaltlich neu aufzustellen. Die Entwicklungsorganisation ONE kritisierte, dass dabei die Zusammenarbeit mit Ländern eingestellt werde, die am stärksten von Armut betroffen sind.

venro 200Berlin. - Um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erreichen und die weltweiten Folgen der COVID-19-Pandemie zu überwinden, muss die Bundesregierung mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellen. Das hat der Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) gefordert. Deutschland komme seinen internationalen Verpflichtungen weiterhin nicht nach, beklagte der Verband.

oecd 80Paris. - Vorläufige Zahlen für 2019 zeigen einen Anstieg der öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA), insbesondere für die ärmsten Länder. Angesichts der Covid-19-Pandemie prüfen die OECD und die 30 Mitgliedsländer des OECD-Entwicklungshilfeausschusses (DAC) derzeit, wie über Entwicklungszusammenarbeit den am stärksten gefährdeten Ländern bei der Bewältigung der Krise am besten geholfen werden kann.

oxfamBerlin. - Um den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen, muss die Bundesregierung die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit deutlich aufstocken. Die bisherigen Ausgaben reichten bei Weitem nicht aus, um die verheerenden gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen in armen Ländern zu bekämpfen, kritisierte die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Donnerstag in Berlin.

venro 200Berlin. - Anlässlich der derzeit virtuell stattfindenden Frühjahrstagung von IWF und Weltbank hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) einen umfassenden Schuldenerlass gefordert. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte entschieden, den Schuldendienst der 25 ärmsten Länder für die kommenden sechs Monate auszusetzen. VENRO begrüßte diesen Schritt, forderte allerdings ein Moratorium bis Ende 2021.

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