Weltwirtschaft

GKKEBonn/Berlin (epo). - Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) hat der deutschen Bundesregierung in ihrem Rüstungsexportbericht 2005 "Stabilität auf hohem Niveau" bescheinigt und kritisiert, der Anspruch der rot-grünen Koalition auf Zurückhaltung bei den Rüstungsexporten sei nicht eingelöst worden.

Tropenwald in Brasilien. Foto: epo-ArchivHongkong/Hamburg (epo). - Nach einer neuen Greenpeace-Studie fördert der von der Welthandelsorganisation (WTO) geplante erleichterte Marktzugang für Industriegüter die Zerstörung der Urwälder. Notwendige Urwaldschutzmaßnahmen wie Einfuhrverbote von Holz aus Urwaldzerstörung oder die Kennzeichnung von Öko-Holz widersprechen darüber hinaus den WTO-Regeln des Freihandels. Die Studie mit dem Titel "Trading away the ancient forests" ("Die Urwälder weg verhandeln") wurde heute in Hongkong veröffentlicht. Holz gehört zu den Industriegütern, über deren Handelsliberalisierung Vertreter aus 149 Ländern auf der 6. WTO-Ministerkonferenz vom 13.-18. Dezember in Hongkong verhandeln werden.

no dirty goldKöln/Aachen/Sassenberg (epo). - Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember haben die Menschenrechtsorganisation FIAN, das katholische Hilfswerk MISEREOR und die Umweltorganisation Urgewald die deutsche Bundesregierung aufgefordert, ihre Unterstützung für Weltbank-Projekte an die Einhaltung von Menschenrechtsstandards zu binden. Aktuell bedrohten Goldprojekte in Guatemala und Ghana die Menschenrechte auf Nahrung, Wasser, Gesundheit und saubere Umwelt von mehr als 10.000 Menschen. Grundsätzlich solle sich die Regierung dafür einsetzen, dass die Weltbank keine neuen Kredite für Goldminen vergibt, so die NRO.

OxfamBerlin/Genf/Oxford (ots) - Die von den reichen Ländern versprochene Reform des Welthandels zugunsten der Entwicklungsländer wird nach Einschätzung der internationalen Hilfsorganisation Oxfam ausbleiben. Die Industriestaaten "fordern immer größere Zugeständnisse von armen Ländern, geben aber selbst sehr wenig dafür", erklärte Oxfam im Hinblick auf das 6. Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) in der kommenden Woche in Hongkong (13.-18. Dezember). Die Versprechen zur Reform des Welthandels, die die reichen Länder vor vier Jahren in Doha abgaben, würden in Hongkong "wohl gebrochen", warnte Oxfam International in einem neuen Bericht.

attacHongkong/Frankfurt (epo). - Eine Woche vor Beginn der WTO-Ministerkonferenz in Hongkong haben mehr als 150 soziale Bewegungen, Gewerkschaften und nichtstaatliche Organisationen (NGOs) die Politik der Welthandelsorganisation in einer gemeinsamen Stellungnahme scharf kritisiert und einen Stopp der Verhandlungen gefordert. Die so genannte Entwicklungsrunde der WTO sei "ein Rezept für die massenhafte Zerstörung von Existenzen, für Massenarbeitslosigkeit und die Verschlechterung von Arbeitsverhältnissen", heißt es in dem gemeinsamen Papier, das aus Deutschland neben Attac auch Organisationen wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft unterzeichnet haben.

WTOFrankfurt/Bonn (epo). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) haben die jüngste WTO-Entscheidung zum Medikamenten-Export als unzureichend kritisiert. "Eine wichtige Chance wurde vertan", sagte Oliver Moldenhauer vom Attac-Koordinierungskreis. "Kurz vor der Ministerkonferenz in Hongkong versucht die WTO, ihr Image zu verbessern, indem sie eine unzureichende Regelung festschreibt. Das ist PR auf Kosten der Menschen, die auf bezahlbare Medikamente etwa gegen AIDS angewiesen sind." Deutschlands Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul begrüßte die Einigung hingegen.

AshokaBerlin (epo). - Die internationale Organisation Ashoka, die seit 25 Jahren in mehr als 50 Ländern rund 1600 Social Entrepreneurs (Sozialunternehmer) unterstützt, ist jetzt auch in der Bundesrepublik Deutschland aktiv. Peter Eigen, Gründer von Transparency International, lobte Ashoka als einzigartige Organisation, die weltweit maßgeblich dazu beigetragen habe, gesellschaftliche Verbesserungen voranzutreiben. Eigen kündigte den Aufbau eines neuen universitären Zentrums für die Zivilgesellschaft in Berlin an. In Zusammenarbeit mit Ashoka will er dort auch das Thema "Social Entrepreneurship" etablieren.
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