hunger kind china wfp 200Berlin. - 14 Organisationen, darunter Misereor, terre des hommes, die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung und Ärzte der Welt, haben in einem offenen Brief die Bundesregierung aufgefordert, sich bei der 67. Versammlung der WHO in Genf für den "Every Newborn Action Plan" einzusetzen und dessen Umsetzung politisch wie finanziell zu unterstützen. "Alle Fünf Sekunden stirbt weltweit immer noch ein kleines Kind", erklärten die NGOs.

Obwohl die Zahl der Todesfälle bei Babys und Kleinkindern seit 1990 von mehr als zwölf Millionen auf rund 6,6 Millionen fast halbiert werden konnte, so die NGOs, ist die Todeszahl der Neugeborenen weitaus weniger zurückgegangen. In vielen Ländern sterben immer noch Babys an vermeidbaren Krankheiten.

Die Senkung der Kindersterblichkeit ist eines der von den Vereinten Nationen erklärtes Millenniumsziel. Die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren sollte zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel gesenkt werden. Dieses Ziel sei bei weitem noch nicht erreicht, kritisierten die Organisationen. Die Weltgemeinschaft trifft sich daher auf Einladung der WHO am 19. Mai in Genf, um über einen Aktionsplan, den "Every Newborn Action Plan", zu beraten. Mit diesem Aktionsplan soll die Gesundheitsversorgung der Babys besonders in den sogenannten Entwicklungsländern verbessert werden, um die Neugeborenensterblichkeit und damit die Kindersterblichkeit weltweit weiter zu senken.

"Immer noch stirbt alle fünf Sekunden ein kleines Kind. Diese Dramen könnten wir in vielen Fällen verhindern", sagte Dr. Andreas Schultz, Direktor von Ärzte der Welt. "Mit kostengünstigen Mitteln und einer besseren Betreuung von Müttern und Kindern während und nach der Geburt könnten Millionen Kinder gerettet werden. Der Every Newborn Action Plan startet hierfür eine weltweite Initiative."

Offener Brief

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