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migranten italien unhcr 150Berlin. - Weltweit fliehen Millionen Menschen vor Kriegen und Gewalt und leben, teilweise traumatisiert, unter extremen Bedingungen. Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni fordern mehrere Hilfsorganisation mehr Solidarität und Unterstützung für Flüchtlinge und machen darauf aufmerksam, dass weltweit 80 Prozent der Flüchtlinge in Entwicklungsländern leben. In Europa sind es mit 1,8 Millionen Flüchtlingen nur vier Prozent.

"Nur ein kleiner Teil der Flüchtlinge erreicht überhaupt die Länder des reichen globalen Nordens", hebt Bröckelmann-Simon von MISEREOR hervor. "Wir brauchen dringend eine andere Haltung gegenüber denjenigen, die getrieben von Gefahr und  Not und gewiss niemals freiwillig ihre Heimat verlassen und sich den großen Gefahren der Flucht und Migration aussetzen. Nur die wenigsten von ihnen kommen in die Nähe der europäischen Grenzen, Aufnahme und Versorgung geschehen überwiegend in den unmittelbaren Nachbarregionen."

Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen fordert von der Bundesregierung, die neue flüchtlingspolitische Realität anzuerkennen und innerhalb Deutschlands gemeinsam mit Ländern und Kommunen die Grundlagen für eine verstärkte Aufnahme von Flüchtlingen zu schaffen.

Darüber hinaus fordern PRO ASYL und MISEREOR ein Umdenken in der europäischen Flüchtlingspolitik."Es geht hier um eine der großen zivilisatorischen und humanitären Herausforderungen unserer Zeit. EU-weit müssen die Aufnahme- und Lebensbedingungen  von Flüchtlingen und eine Förderung ihrer Integration für die Dauer ihres Aufenthalts zum Thema werden. Je nach der Leistungsfähigkeit und nach den Möglichkeiten der EU-Länder müssen Quoten festgelegt werden, auf die sich alle verständigen. Denn trotz noch so hoher Zäune werden die Menschen weiter versuchen, zu fliehen und ihr Leben zu riskieren" , so Bröckelmann-Simon von MISEREOR.

PRO ASYL stimmt dem zu und fordert, die Lebensrettung im Mittelmeer müsse europäisch organisiert und finanziert werden sowie in eine zivile Operation umgewandelt werden. Aber bisher versage Europa an seinen Grenzen. "Die EU-Staaten zeigen auch im vierten Jahr des syrischen Bürgerkriegs keine Bereitschaft, aktiv und gemeinsam Schutzsuchende aufzunehmen. Es existiert keine Solidarität bei der Rettung von Bootsflüchtlingen und bei der Aufnahme von Schutzsuchenden in der EU. Europa eröffnet keine legalen Wege für Schutzsuchende, um ihnen die lebensgefährlichen Bootspassagen zu ersparen."

Quellen: proasyl.de | misereor.de

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