AIDS2014 bannerMelbourne. - Weltweit leben über 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, und immer noch infizieren sich jedes Jahr 2,1 Millionen Menschen neu. Die 20. Welt-Aids-Konferenz 2014 in Melbourne, Australien vom 20. bis 25. Juli ist das Spitzentreffen der Akteure im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Sie tauschen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus und weisen den Weg für das zukünftige Engagement in Sachen HIV und Aids.

Die Konferenz mit dem Motto "Stepping up the Pace" - den Schritt beschleunigen, ruft dazu auf, Investitionen, Forschungszusammenarbeit und politisches Engagement gegen HIV/Aids zu erhöhen.

Laut Veranstalter der Konferenz hatte es in den vergangenen Jahren erfreuliche Fortschritte im Kampf gegen HIV und Aids gegeben. Es werde mehr in die Forschung von Aids- Medikamenten investiert, es gebe eine wachsende Zahl von Patientin in antiretroviraler Behandlung und sinkende Infektionsraten.

Allerdings hätten sich diese Fortschritte nicht in allen Regionen durchgesetzt. Schwierigkeiten mit der Finanzierung, politische Herausforderungen und steigende Infektionsraten seien in einigen Regionen nach wie vor ein Problem.

Unter den zahlreichen Rednern auf der Konferenz sind auch der ehemalige US- Präsident Bill Clinton, Gründer der Clinton Foundation, UNAIDS Executive Director Michel Sidibé sowie der Künstler Sir Bob Geldorf.
 
Nach Angaben des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt erhalten gerade mal ein Viertel der Kinder und ein Drittel der Erwachsenen, die weltweit HIV-Medikamente benötigen, Zugang dazu. Aktuell warten 18 Millionen Menschen auf Behandlung. Auch bei der Prävention müsse mehr getan werden: Weniger als 40 Prozent der Jugendlichen in stark von HIV betroffenen Ländern sind korrekt über HIV informiert. Viele Länder erreichen die Gruppen kaum, die dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Es war befürchtet worden, dass fast hundert Konferenzteilnehmer bei dem Flugzeugunglück in der Ukraine umgekommen seien. Wie am Wochenende bestätigt wurde, sind jedoch weniger Aids-Experten unter den Opfern als befürchtet. Ihnen wurde zu Beginn der Konferenz gedacht.

Quellen: brot-fuer-die-welt.de | aids2014.org



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