au 100Addis Ababa. - Afrikanische Staats- und Regierungschefs haben sich verpflichtet, bis 2025 den Hunger zu beenden. Dies solle vor allem durch Investitionen in die Landwirtschaft geschehen, erklärten sie in der "Malabo Declaration" anlässlich der Generalversammlung der Afrikanischen Union (AU) in Äquatorialguinea. Die Wirtschaft müsse schneller wachsen, wenn alle Afrikaner am Wohlstand beteiligt werden sollten, erklärte die Vorsitzende der AU-Kommission, Nkosazana Dlamini-Zuma laut einer am Montag veröffentlichten Medieninformation.

"Es ist an der Zeit Landwirtschaft ganz oben auf die nationalen Entwicklungsagendas zu setzten", so Dlamini-Zuma. Während des Treffens im Juli hatten sich die afrikanischen Politiker darauf geeinigt neue Prioritäten zu setzen und sich zu Strategien und konkreten Zielen verpflichtet, um mit landwirtschaftlichem Wachstum Nahrungsmittelsicherheit und Wohlstand zu erreichen. Basierend auf positiven Entwicklungen in einigen Agrarsektoren in den letzten Jahren sollen die neu gesetzten Ziele Regierungen dazu bringen, in die Infrastruktur zu investieren, um die Ernten zu steigern und mehr Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Treffens sind:

  • Die Staatschefs haben sich wieder auf das "Comprehensive African Agriculture Development Programme" (CAADP) besonnen und neu dazu verpflichtet. Ziel des Programms ist es, Hunger und Armut durch Investitionen in die Landwirtschaft zu reduzieren. Um dies zu tun, haben die afrikanischen Regierungen vereinbart, öffentliche Investitionen in die Landwirtschaft auf mindestens 10 Prozent ihrer Staatshaushalte zu erhöhen und die Produktivität der Landwirtschaft um mindestens 6 Prozent zu erhöhen.

  • Erhöhung von öffentlichen und privaten Investitionen in den Agrarsektor

  • Bis 2025 den Hunger beenden

  • Bis 2025 die Armut halbieren

  • Förderung des innerafrikanischen Handels mit Agrargütern und Dienstleistungen

  • Verbesserung der Anpassungsfähigkeit an Klimawandel und andere Risiken

  • Verpflichtung, sich gegenseitig Rechenschaft über Aktivitäten und Ergebnisse abzulegen

Durch CAADP werde die Afrikanische Union Fortschritte vorantreiben und messen, so dass die Länder und ihre Regierungen für Ergebnisse verantwortlich gemacht werden könnten, heißt es in der Erklärung von Malabo. "Während ihre kollektiven Versprechen wichtig sind, ist es jetzt Zeit für Afrikas politische Führungen zu handeln. Afrikaner können sich nicht durch hoffnungsvolle Gipfelerklärungen weiterentwickeln", sagte Dlamini-Zuma. Die Landwirtschaft sei Afrikas Lösung langfristiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme wie Nahrungsmittelunsicherheit, Jugendarbeitslosigkeit, Geschlechterungerechtigkeit und Klimawandel. "Ein starker Agrarsektor wird Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum bringen und somit Einkommen für viele Afrikaner", sagte Rhoda Peace Tumusiime, Kommissar für Landwirtschaft der Afrikanischen Union. "Aber öffentliche wie auch private Investitionen sind unumgänglich."

Malabo Declaration

Quelle: au.int

 

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