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right livelihoodBerlin. - Ein langjähriger Partner von Brot für die Welt gehört in diesem Jahr zu den Trägern des Alternativen Nobelpreises. Das evangelische Hilfswerk hat sich über die Auszeichnung für Basil Fernando gefreut. Der Anwalt aus Sri Lanka wird für seinen langjährigen und unerschrockenen Einsatz für die Menschenrechte geehrt.

Seit 1994 leitet Basil Fernando die Menschenrechtsorganisation Asian Legal Resource Centre (ALRC), die auch unter dem Namen Asian Human Rights Commission (AHRC) arbeitet. Die Organisation mit Sitz in Hongkong veröffentlicht "Dringlichkeitsappelle", wenn Menschen wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte bedroht und verfolgt werden. Damit konnte sie vielen Menschen das Leben retten. Brot für die Welt fördert die asiatische Menschenrechtsorganisation seit ihrer Gründung 1983.

ALRC/AHCR arbeitet mit Gruppen verschiedener Religionen zum Schutz der Menschenrechte und hat unter anderem ein Netzwerk gegen Folter aufgebaut. In Myanmar setzt sich die Organisation derzeit gegen illegale Landnahme durch Militärs und gegen die Inhaftierung von Bauern ein, die nicht bereit sind, ihr Land privaten Unternehmen zu überlassen.

Ulrich Gundert, Leiter der Abteilung Asien – Pazifik – Naher Osten bei Brot für die Welt, begrüßt, dass Basil Fernando mit dem "Right Livelihood Award" ausgezeichnet wird: "Wir freuen uns, dass mit dem Alternativen Nobelpreis für Basil Fernando zugleich an die vielen bedrohten Menschenrechtsverteidiger weltweit erinnert wird, die es heute immer schwerer haben, Menschenrechte gegen wirtschaftliche Interessen durchzusetzen."

Basil Fernando wurde 1944 in Sri Lanka, das damals noch Ceylon hieß, geboren. Er studierte Jura, arbeitete als Englischlehrer und geriet wegen seines politischen Engagements selbst auf eine Todesliste. Das Exil führte ihn nach Hongkong und später als Mitarbeiter der Vereinten Nationen nach Kambodscha.

Basil Fernando gehört zu den drei Preisträger, die sich das Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Schwedischen Kronen (ca. 162.000 EUR) teilen. Die beiden anderen Gewinner sind Asma Jahangir (Pakistan), "weil sie die Menschenrechte in Pakistan und darüber hinaus verteidigt, schützt und stärkt – oft in sehr schwierigen und komplexen Situationen und unter großem persönlichen Risiko". Und
Bill Mckibben (USA) erhält den Preis "für die erfolgreiche Mobilisierung einer wachsenden zivilgesellschaftlichen Bewegung für weitreichende Maßnahmen gegen den Klimawandel in den Vereinigten Staaten und weltweit".

Unter den Gewinnern des nicht dotierten Ehrenpreises sind auch Edward Snowden (USA), "weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt", und
Alan Rusbridger (Großbritannien) "für den Aufbau einer globalen Medienorganisation, die sich verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben hat und gegen große Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt".

Quellen: rightlivelihood.org  |  brot-fuer-die-welt.de

 


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