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Magdeburg. - 1997 haben sich mit dem Kyoto-Protokoll erstmals Staaten verpflichtet, als Ergänzung zur UN-Klimarahmenkonvention völkerrechtlich verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industrieländern festzulegen. Die USA sind dem Protokoll nie beigetreten, Kanada, Russland und Japan wieder ausgestiegen. Die verbliebenen 37 Länder sind für nur 15 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen verantwortlich. Eine ähnlich düstere Bilanz droht dem Zwei-Grad-Ziel. Alternativen zum Kyoto-Protokoll gibt es, allerdings wird ihnen kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Konferenz "Green Cities - Green Industries. Magdeburg" (24.-26. November) soll das ändern. 

Das Kyoto-Protokoll sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß der Industrieländer innerhalb der sogenannten ersten Verpflichtungsperiode (2008–2012) um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Für Schwellen- und Entwicklungsländer sind keine Reduktionsziele beziffert. Auf der Konferenz der Vertragsstaaten im Dezember 2007 auf Bali einigte man sich auf eine geplante Verlängerung des Kyoto-Protokolls ("Kyoto II") bis 2020. Strittig sind vor allem der Umfang und die Verteilung der künftigen Treibhausgas-Reduktionen, die Einbindung von Schwellen- und Entwicklungsländern in die Reduktionsverpflichtungen sowie die Höhe der Finanztransfers.

"Die weltweit stattfindenden Klimagipfel zeigten bisher keine schlüssigen oder befriedigenden Konzepte für die Lösung diesbezüglicher kommunaler Aufgaben, Städte müssen selbst aktiv werden, um sich zukunftssicher auf der Basis ihrer realen Möglichkeiten entwickeln zu können", konstatieren die Veranstalter der "Green-Cities"-Konferenz. "Städte sind wichtige Akteure und Auftraggeber bei der Gestaltung und Entwicklung von Plattformen und Netzwerken zwischen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Bürgern. Städte sind ein Teil der Ursachen des globalen Klimawandels, sie können und müssen entscheidend zur Problemlösung beitragen."

Hier setzt das Internationale Magdeburger Forum an und fördert mit seinen internationalen Netzwerkpartnern die Dialogplattform "Green Cities - Green Industries. Magdeburg" für den internationalen Erfahrungsaustausch. Im Mittelpunkt steht der Erfahrungsaustausch über Best Practice Projekte, Modellvorhaben, aber auch zu neuen Technologien und wissenschaftlichen Studienergebnissen.

=> Konferenz Green Cities - Green Industries. Magdeburg


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