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Berlin. - Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) veranstaltet vom 14. bis 17. Mai in Münster ihren 37. Kongress. Unter dem Motto "Stop. Future_unwritten. Transnational Solidarisch" wird vier Tage lang über "Internationalismus heute, transnationale Solidarität & Organisierung" diskutiert. In den Themenfeldern Antirassismus, Bildung, Sozialökologie und Queerfeminismus soll der Frage nachgagen werden, was transnationale Solidarität heute bedeutet.

Die Bundeskoordination Internationalismus steht nach ihrem Selbstverständnis "für emanzipatorische Politik, radikale Kritik der gesellschaftlichen Verhältnisse und für eine internationalistische Bewegung". Dem unabhängigen Dachverband gehören mehr als 120 Eine-Welt-Gruppen, entwicklungspolitische Organisationen, inter- bzw. transnationalistische Initiativen, Solidaritätsgruppen, Läden, Kampagnen und Zeitschriftenprojekte sowie zur Zeit rund 100 Einzelpersonen an.

Die BUKO wurde 1977 als "Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen" gegründet und ist damit eines der ältesten Basis-Netzwerke in Deutschland. Der Ursprung der BUKO lag in den Solidaritätsbewegungen mit den Befreiungskämpfen im Süden.

Die BUKO versteht sich als "Ort linker, herrschaftskritischer Debatten" und vernetzt dabei BUKO-Kampagnen und Arbeitszusammenhänge, die aus entwicklungspolitischer Mobilisierung und politischer Arbeit hervorgegangen sind. "Die BUKO sucht den offenen Dialog mit anderen emanzipatorischen Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen", heißt es in der Einladung zum BUKO37.

In der Vorankündigung des Kongresses schreiben die Veranstalter:

"Unterwerfen wir uns in unseren Träumen und Wünschen für eine gerechte Welt nicht länger der Diktatur der Alternativlosigkeit. Stop. Denn noch ist nichts entschieden: Die Zukunft ist ein unbeschriebenes Blatt. Setzen wir der neoliberalen These, da sei keine Alternative zur Ausbeutung der Menschen, zur Klimaerwärmung, zu immer wieder neuen Kriegen, libertäre Ideen von Emanzipation und Freiheit entgegen. Die Geschichte gehört uns und sie liegt in unserer Hand. International oder transnational – solidarisch.

Klare Feindbilder von vor 1989 scheinen Geschichte zu sein. Ebenso nationale Befreiungsbewegungen, die für viele einmal Bezugspunkte von Solidarität waren. Ist das gut oder schlecht? Welche politisch-strategischen Schlussfolgerungen ziehen wir daraus? Neue Akteur*innen betreten die Weltbühne. Vieles bleibt undurchschaubar:

Ein Aufstand in Syrien, der im Terror der IS versinkt. Eine stille Revolution in Rojava, die von US-Bombardierungen geschützt wird. Eine Rebellion in der Ukraine, an der faschistische Kräfte maßgeblich beteiligt sind, die einen Krieg in Europa nach sich zieht und doch wieder alte Feindbilder heraufbeschwört. Konfliktlinien und Kämpfe vervielfachen und überlagern sich. Keine leichte Herausforderung für eine Linke in Nord und Süd, die sich internationalistisch und antimilitaristisch versteht."

Die BUKO lädt auch zu einer "internationalistischen 'Stop G7'-Rundreise ein und sucht noch "Aktivist_innen, unterstützende Gruppen und Menschen, die Stationen in ihren Städten mitorganisieren".

=> Aufruf zum BUKO37: http://www.buko.info/aktuelles/news/datum/2015/03/04/save-the-date-buko37/ 

=> Weitere Infos zum Kongress ab Ende März: http://www.buko.info/buko-kongresse/buko-37 

 


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