CmiA training uganda 720

Hamburg. -  Der neueste Cotton made in Africa (CmiA) Verifizierungsbericht für 2014 zeigt, dass die Partner in elf afrikanischen Ländern von der Initiative profitieren. Der Bericht gibt Auskunft über die unabhängigen Kontrollen durch die Verifizierungsgesellschaften AfriCert, EcoCert und Control Union. Das hat die Baumwollinitiative CmiA am Dienstag in Hamburg erklärt.

"Cotton made in Africa setzt sich erfolgreich dafür ein, dass international geltende Rechte auch für die Menschen Anwendung finden, die den Rohstoff unserer Kleidung produzieren: die Baumwollbauern und Mitarbeiter der Baumwollindustrie in Afrika. Unser Standard kommt Hunderttausenden Kleinbauernfamilien in den Baumwollanbaugebieten und der Umwelt zu Gute", so Tina Stridde, Managing Director der Aid by Trade Foundation (AbTF).

Neben ökologischen Aspekten wie dem generellen Verbot genverändertes Saatgut einzusetzen, Primärwälder abzuholzen oder in Schutzgebiete einzugreifen, setzt sich CmiA für die Einhaltung grundlegender sozialer Maßnahmen ein. Nach eigenen Angaben wird CmiA-Baumwolle gemäß der Vorgaben der internationalen Kernarbeitsnormen (ILO) angebaut und in den verarbeitenden Betrieben in den elf afrikanischen Partnerländern - den Entkörnungsanlagen - weiter veredelt.

Für die Arbeiter in den Entkörnungsfabriken heißt das unter anderem: Sie haben das Recht auf Tarifverhandlungen oder Versammlungsfreiheit. Bei den Kleinbauern, die Teil der Cotton made in Africa Initiative sind, ist die rechtzeitige Bezahlung für ihre Ernte gesichert und in den Anforderungen des Standards festgelegt. Bevor Cotton made in Africa-Bauern am Anfang jeder Saison entscheiden, ob sie wieder Baumwolle anbauen, werden sie von den lokalen Baumwollgesellschaften über zu erwartende Kosten und Preise informiert. Diese Transparenz schaffe Vertrauen auf beiden Seiten. Gerade in ländlichen Regionen verfügen die Kleinbauern kaum über Rücklagen.

Um gerade am Anfang einer Saison die notwendigen Investitionen tätigen zu können, profitieren die Kleinbauern von Vorfinanzierungen. Dadurch müssen sie keine Kredite aufnehmen, die sie an den Rand der Existenz bringen können. Auf Ebene der Entkörnung, die der Veredelung der Baumwolle dient, werden laut CmiA zu 100% gesetzlich geregelte Mindestlöhne bezahlt - bei 16 von 18 der Baumwollgesellschaften, die CmiA-Baumwolle verarbeiten, liegen die Löhne über dem gesetzlichen Minimum.

Dem Bericht zufolge profitierten bis Ende 2014 mehr als 440.000 Kleinbauern von den CmiA-Nachhaltigkeitsstandards, die CmiA und seit Ende letzten Jahres auch CmiA Organic umfassen. Sie produzierten über 360.000 Tonnen Rohbaumwolle mit dem Cotton made in Africa Qualitätssiegel. Drei weitere Baumwollgesellschaften sind seit Anfang 2015 Partner der CmiA Initiative. Somit erreicht Cotton made in Africa aktuell über 650.000 Kleinbauern in 10 Ländern Subsahara Afrikas.

=> CmiA Verifizierungsbericht

Foto: © Cotton made in Africa - Agricultural Training in Uganda

Quelle: cottonmadeinafrica.org


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