wfp 200Bangkok. - Seit Sonntag arbeitet das UN World Food Programme (WFP) daran, mehr als 250.000 Flutopfer in Myanmar mit Nahrungsmitteln zu erreichen. Die Nothilfe konzentriert sich auf die am stärksten betroffenen Regionen des Landes, wo Hochwasser und zerstörte Straßen viele Gemeinden noch immer von der Außenwelt abschneiden. Das hat das WFP am Mittwoch aus Bangkok berichtet.

Dank der Zusammenarbeit mit der Regierung, UN-Organisationen und lokalen NGOs haben seit dem 2. August bereits 82.000 Menschen WFP-Notrationen erhalten. Myanmarische Fluglinien unterstützen den Hilfseinsatz mit kostenlosen Lufttransporten in Gebiete, die über Straßen derzeit nicht erreichbar sind.

Landesweit sind mehr als 250.000 Menschen betroffen; mindestens 200.000 benötigen Schätzungen zufolge umgehend Ernährungshilfe. Diese Zahlen werden mit großer Wahrscheinlichkeit steigen, sobald vollständige Informationen über das Ausmaß der Katastrophe vorhanden sind.

"In vielen abgeschnittenen Gebieten des Landes versuchen wir noch immer, ein genaues Bild von der Lage der Menschen zu bekommen", erklärte WFP-Landesdirektor Dom Scapelli. "Der Zugang zu Nahrungsmitteln wird ein akutes Problem sein – Tausende haben ihre Häuser, Einkommensquellen, Ernten, Nahrungs- und Saatgutvorräte verloren. Unsere Nothilfe soll verhindern, dass diese Katastrophe die bereits schlechte Ernährungslage verschärft und Mangelernährung fortschreitet."

Flutopfer erhalten eine Monatsration aus Reis, Hülsenfrüchten, Speiseöl und Salz sowie, falls erforderlich, eine Wochenration nährstoffreicher Energiekekse.

Um die Nothilfe aufrechterhalten zu können, braucht WFP dringend zusätzliche Finanzmittel. Pro Monat werden 3 Millionen US-Dollar benötigt, um von den Fluten betroffene Gemeinden zu unterstützen. Es wird erwartet, dass mehr Gelder erforderlich sein werden, sobald das Ausmaß der Schäden vollständig bekannt ist.

Bereits vor der Flutkatastrophe hatte WFP Binnenflüchtlinge in Rakhaing im Westen des Landes mit Ernährungshilfe unterstützt. In diesen Gebieten erschwert derzeit anhaltendes Hochwasser noch immer die Einschätzung der Lage und der Bedürfnisse der Bevölkerung.

Quelle: wfp.org


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