worldtoiletday2015

Berlin. - Ohne Toiletten, eine gute Hygienepraxis und sauberes Wasser ist der Kampf gegen den Welthunger nicht zu gewinnen. Das hat Thilo Panzerbieter, Geschäftsführer der German Toilet Organization, anlässlich des Welttoilettentags (19.November) erklärt. Das Motto der Vereinten Nationen ist in diesem Jahr "Bessere Sanitärversorgung für bessere Ernährung". UN WOMEN macht auf die Sicherheit und Gesundheit von Frauen und Mädchen im Zusammenhang mit Zugang zu Toiletten aufmerksam- in Entwicklungsländern, aber auch in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland.

Menschen, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben, leiden unter immer wiederkehrendem Durchfall und häufig unter Wurmerkrankungen.  Nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist dieser Zusammenhang insbesondere bei Kindern in den ersten 1.000 Lebenstagen höchst problematisch. Durch mangelnde Hygiene übertragene Krankheiten sind für fast die Hälfte der weltweiten Fälle von Unterernährung verantwortlich und können im Kleinkindalter irreparable körperliche und kognitive Wachstumsstörungen verursachen. Im Jahr 2014 betraf Unterernährung weltweit 195 Mio. Kinder, 50 Mio. davon unter 5 Jahren.

Noch immer hat fast die Häfte der Bevölkerung keinen Zugang ausreichend hygienischen Sanitäreinrichtungen. Dieses gelte besonders für Frauen und Mädchen in den ärmeren Regionen dieser Welt, hob das UN Women Nationales Komitee Deutschland hervor. UN WOMEN sieht auch einen Zusammenhang zwischen der Situation der Flüchtlinge und Sanitärversorgung. Die lasse in Deutschlan und Europa zu wünschen übrig.

Die sanitäre Ausstattung in den Flüchtlingsunterkünften ist zum größten Teil nicht auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen eingerichtet. Nicht selten wird ihnen der Zugang zu den sanitären Anlagen erschwert oder ganz verweigert. Darüber hinaus ist eine separate Unterbringung in Schutzräumen für allein reisende Frauen unerlässlich; in den gemischten Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Mädchen unzureichend vor Übergriffen jedweder Art geschützt.

Die konkreten Forderungen des Deutschen Komitees:

  • Frauen und Mädchen brauchen gesonderten und sicheren Zugang zu sanitären Anlagen
  • Frauen und Mädchen benötigen Unterstützung, damit sie in der Lage sind, notwendige  Hygieneartikel zu erwerben
  • Frauen und Mädchen in Flüchtlingsunterkünften bedürfen geeigneter Schutzräume, um sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen
  • Frauen und Mädchen brauchen direkten Zugang zu Gesundheitsversorgung
  • Frauen und Mädchen, insbesondere schwangere Frauen, müssen medizinisch betreut und begleitet werden
  • Frauen und Kinder, die traumatische Erlebnisse erfahren haben z.B. in Form von sexueller Gewalt, benötigen psychologische Begleitung und Beratung

 Quellen: germantoilet.org / unwomen.de


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