worldbankWashington. - Eine jetzt veröffentlichte Studie der Weltbank zeigt, dass die Forschung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) in Subsahara Afrika seit zehn Jahren rückläufig ist. Andere Forschungsfelder konnten hingegen wachsen.

Die Forscher kommen in der Studie zu dem Ergebnis, dass die Forschung in den MINT-Feldern in den letzten zehn Jahren um rund 0,2 Prozent jährlich gesunken ist, während andere Forschungsfelder florieren. Das schlechte Abschneiden der Region führt die Weltbank sowohl auf eine unzureichende Schul- und Hochschulausbildung in den MINT-Fächern als auch auf die Konkurrenz anderer Disziplinen zurück. So würden die Hochschuleinschreibungen durch die Human- und Sozialwissenschaften angeführt. Dies führe unter anderem dazu, dass der Anteil der MINT-Forscher in der Bevölkerung äußerst gering ist und bei gerade einmal 0,0092 Prozent liegt. Im globalen Schnitt sind es rund ein Prozent.

Zudem sei die afrikanische Forschungslandschaft überdurchschnittlich häufig von internationalen Kooperationen abhängig. Im Süden und Osten des Kontinents entstünden rund 70-80 Prozent aller Projekte mit internationaler Partnern. Die Entwicklung, so die Autoren, deute darauf hin, dass die Länder über unzureichende eigene Forschungskapazitäten verfügen. So geben die untersuchten Länder lediglich zwischen 0,25 bis 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aus.

Die Autoren konstatieren weiterhin eine nur selten zu Stande kommende interafrikanische Kooperation in der Forschung. So belief sich die regionale Zusammenarbeit auf gerade einmal zwei Prozent der gesamten Forschung. Auch die Kooperation zwischen dem afrikanischen Wissenschaftsbetrieb und regionalen privatwirtschaftlichen Akteuren machte in den Jahren zwischen 2003-12 nur rund 1-2,4 Prozent des gesamten Forschungsvolumens aus.

Dennoch werden auch positive Entwicklungen festgestellt. Während die Forschung in den MINT-Feldern rückläufig ist, konnten andere Bereiche stark zulegen. Größter Profiteur ist hier die Gesundheitswissenschaft. Diese wuchs im Vergleichszeitraum jährlich um vier Prozent und macht derzeit rund 45 Prozent der gesamten Forschung in der Region aus.

Quelle: www.worldbank.org 


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