bmzErbil. - Zur Vorbereitung der Syrien-Konferenz am 4. Februar in London hat Entwicklungsminister Gerd Müller am Mittwoch im Rahmen seiner Nahost-Reise den Premierminister der kurdischen Regionalregierung, Nechirvan Barzani, und Mitglieder seines Kabinetts getroffen. Die über fünf Millionen Kurden der Region haben 1,5 Millionen vor dem Islamischen Staat (IS) geflohene Iraker aufgenommen sowie rund 300.000 Syrer.

Minister Müller, der zuvor die Türkei und Jordanien besucht hat, erklärte: "Der Schlüssel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise liegt in der Region. Deutschland leistet hier bereits Herausragendes. Jetzt ist aber eine internationale Kraftanstrengung gefragt. Wir müssen die Wirtschaft in den Hauptaufnahmeländern ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen, auch für die Flüchtlinge. Angesichts des riesigen Bedarfs an Infrastruktur ist ein Wirtschafts- und Investitionsprogramm die Grundlage für eine Stabilisierung der Region. Wenn die Menschen Perspektiven vor Ort haben, werden sie sich nicht in die Hände von Schleppern und auf den Weg nach Europa begeben. Die Syrien-Konferenz in London muss hier ein starkes Signal setzen. Wir müssen den Flüchtlingen durch unser Handeln beweisen: Ihr könnt nicht alle zu uns kommen, aber wir kommen zu euch und schaffen Perspektiven mit einem kraftvollen Marshallplan." 

Das BMZ hat nach eigenen Angaben im Nordirak für fast 30.000 Flüchtlinge in zehn Camps winterfeste Unterkünfte gebaut, für 100.000 Menschen die Wasserversorgung verbessert, ein Krankenhaus und Gesundheitszentren für die Versorgung von  einer halben Million Menschen errichtet und sieben neue Schulen für 50.000 Kinder eröffnet. Insgesamt hat das BMZ seine Investitionen zur Bewältigung der Syrien-Irak-Krise in den vergangenen beiden Jahren verdreifacht.

Quelle: bmz.de


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