bmz 100Köln. - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat anlässlich der Internationalen Süßwarenmesse in Köln auf die Bedeutung einer nachhaltigen Produktion von Kakao hingewiesen. Deutsche Unternehmen verarbeiten jährlich rund 400.000 Tonnen Kakao, der überwiegend in West- und Zentralafrika angebaut wird. Damit die Kakaobauern auch von dem Handel profitieren, setzt sich das Entwicklungsministerium für einen nachhaltigen Kakaoanbau ein.

"Am Anfang jedes Schokoladenproduktes stehen die Kakaobäuerinnen und -bauern", sagte Entwicklungsminister Müller. "Ein Großteil von ihnen lebt in Armut. Wir alle - das heißt Unternehmen, Zivilgesellschaft und Politik - tragen gemeinsam Verantwortung, dass die Menschen vor Ort von ihrer Arbeit leben können."

Auf einem Messerundgang überzeugte sich der Bundesminister von den zahllosen Innovationen und würdigte das Engagement der Branche für Nachhaltigkeit. "Das Forum Nachhaltiger Kakao zeigt, dass wir die Produktions- und Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern verbessern können, wenn alle Beteiligten entlang der globalen Lieferkette an einem Strang ziehen", betonte Müller. Rund 80 Prozent des deutschen Marktes seien dem Forum bereits beigetreten, teilte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit.

Als Gründungsmitglieder des Forums setzen sich das BMZ und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit rund 70 Mitgliedern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft für verbesserte Lebensumstände der Kakaobauern und einen nachhaltigen Kakaosektor ein. In den vergangenen Jahren ist der Anteil des nachhaltigen Kakaos in deutschen Süßwaren nach BMZ-Angaben von drei auf knapp 30 Prozent gestiegen. Bis zum Jahr 2020 soll die 50-Prozent-Marke überschritten werden.

Bis Mittwoch werden sich rund 37.000 Fachbesucher über die Neuheiten der Süßwarenbranche informieren. Mit über 1.500 Ausstellern aus rund 70 Ländern ist die Internationale Süßwarenmesse die weltweit größte Fachmesse für Süßwaren.

=> www.ism-cologne.de 

Quelle: www.bmz.de 


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