bmz 100Amsterdam. - Die EU-Entwicklungsminister haben am Dienstag in Amsterdam über Europas Beitrag zur Fluchtursachen-Bekämpfung beraten. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat dabei eine deutliche Steigerung des europäischen Engagements gefordert.

"Wir haben genug verhandelt, jetzt müssen wir umsetzen", erklärte Entwicklungsminister Müller. "Für die Nahostregion brauchen wir einen Marshallplan. Wir müssen umgehend Perspektiven für die Millionen Flüchtlinge im Umfeld der Syrienkrise schaffen. Jeder Euro, den wir investieren, ist auch eine Investition in unsere Zukunft und entfaltet in der Region eine vielfache Wirkung. Die EU muss endlich zehn Milliarden Euro für die Krisenregion in die Hand nehmen. Gelingt dies nicht, werden wir noch weit größere Flüchtlingsströme sehen."

Die Geberkonferenz für Syrien, die am Donnerstag in London stattfinden wird, stand im Mittelpunkt der Beratungen der Entwicklungsminister. Dort will Deutschland ein Bündnis für Arbeit in Gang setzen. 500.000 Flüchtlinge in der Krisenregion sollen in Lohn und Arbeit gebracht werden. Mit ihrer Hilfe sollen Gesundheitsstationen, Schulen und Unterkünfte errichtet werden.

Mit einem "cash for work" Programm will Deutschland dieses Potenzial nutzen. Die Menschen vor Ort sollen so eine Perspektive erhalten und für die Region sollen neue wirtschaftliche Impulse entstehen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) startet das Programm mit 200 Millionen Euro.

Quelle: www.bmz.de 


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