amerika 21Washington. - Zum 15. Jubiläum des militärischen Kooperationsprogramms "Plan Colombia" (Kolumbien-Plan) zwischen den USA und dem lateinamerikanischen Land ist Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos nach Washington gereist, um dort eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in Aussicht zu stellen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Freitag berichtet.

Neben den Feierlichkeiten zum Jubiläum des unter Menschenrechtsorganisationen umstrittenen Militärprogramms nahm Santos die Reise zum Anlass, um über die Zukunft der bilateralen Kooperation mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik zu verhandeln.

Der Kolumbien-Plan ist ein kolumbianisches Regierungsprogramm zur Bekämpfung der Guerilla mit massiver finanzieller Unterstützung aus den USA. Mit dem Abkommen wird die Armee auch als Polizei eingesetzt.

Anlass war und ist der sogenannte Krieg gegen den Drogenhandel. Das Programm wurde im Ende 1999 vom damaligen kolumbianischen Präsidenten Andrés Pastrana vorgestellt. Nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen sind neben der Militarisierung der Gesellschaft auch Umweltschäden und Gesundheitsschäden durch das Versprühen von Herbiziden die Folge. Ingesamt wurden im Rahmen des Kolumbienplans von Washington 7,5 Milliarden US-Dollar investiert.

Vor der neuen Verhandlungsrunde beriet sich Santos zur Fortführung der Kooperation mit der Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde. Beide bewerteten die mögliche Fortführung eines Hilfsplans für Kolumbien positiv. Trotz noch notwendiger Anpassungen, so Santos, sei dies eine zentrale Chance, um Kolumbien wirtschaftlich und strukturell zu reformieren. Genauere Angaben zur Ausgestaltung der Pläne seien erst in der zweiten Hälfte des Jahres zu erwarten. Die Umsetzung sei für 2017 eingeplant.

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Quelle: amerika21.de


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