broschuere mr unternehmenBerlin - Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat zusammen mit dem Deutschen Global Compact Netzwerk und der Beratungsfirma twentyfifty eine neue Broschüre zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht im Hinblick auf die Menschenrechte veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an Unternehmen und soll sie dazu motivieren, weitere Schritte zur Ermittlung menschenrechtlicher Risiken und Auswirkungen einzuleiten.

Immer mehr Unternehmen entwickeln ihre eigenen Prozesse, um menschenrechtlicher Sorgfalt Rechnung zu tragen. Durch die große Vielfalt an Geschäftsmodellen und Unternehmenstätigkeiten – und damit einhergehend unterschiedlichen Risiken für nachteilige Auswirkungen – gibt es kein Patentrezept für die Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt. Auch die Ansätze zur Ermittlung von menschenrechtlichen Risiken und Auswirkungen sowie der Umgang mit den identifizierten Herausforderungen variieren. Sie unterscheiden sich in ihrer Tiefe und ihrem Umfang in Abhängigkeit von Branche, Größe, Geschäftstätigkeit und Struktur der eigenen Wertschöpfungsketten. Umso wichtiger wird der Austausch von angepassten Methoden.

Die Broschüre mit dem Titel "Menschenrechtliche Risiken und Auswirkungen ermitteln. Perspektiven aus der Unternehmenspraxis" stellt die zahlreichen Konzepte bei Auswirkungs- und Risikoanalysen vor und gibt einen Einblick in die Praxis von Unternehmen bei der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Bisher werden diese oft nur im geschlossenen Kreis diskutiert.

Die in der Broschüre vorgestellten Aktivitäten von fünf Unternehmen nehmen verschiedene Sektoren, Weltregionen und Ansatzebenen in den Blick. Die anonymen Fallbeispiele vermitteln einen Eindruck von den Vorteilen und Herausforderungen der jeweiligen Ansätze sowie den Einschätzungen und Lernerfahrungen der interviewten Managerinnen und Manager. Die Broschüre richtet sich an Unternehmen und soll sie anregen, weitere Schritte zur Ermittlung menschenrechtlicher Risiken und Auswirkungen einzuleiten.

Die Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf die Menschenrechte zu ermitteln, ist ein zentraler Aspekt der Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Zur Umsetzung der Leitprinzipien in Deutschland entwickelt die Bundesregierung derzeit unter Beteiligung der Wirtschaft und Zivilgesellschaft einen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte.

Publikation:
Menschenrechtliche Risiken und Auswirkungen ermitteln. Perspektiven aus der Unternehmenspraxis.
Berlin: Deutsches Global Compact Netzwerk; Deutsches Institut für Menschenrechte, 2015. 44 S.

Quelle: www.institut-fuer-menschenrechte.de 


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