Berlin. - Im Haushaltsentwurfone der Bundesregierung für das kommende Jahr sind 220 Millionen Euro für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria vermerkt. Für 2017 plane die Bundesregierung damit nur zehn Millionen Euro zusätzlich ein, kritisierte die Lobby-Organisation ONE. Sie forderte Entwicklungsminister Gerd Müller und die Parlamentarier am Mittwoch auf, sich im Laufe des Haushaltsverfahrens für eine erhebliche Erhöhung der Mittel einzusetzen.

Um die Finanzierung der Arbeit des Globalen Fonds in den kommenden drei Jahren zu sichern und acht Millionen Menschenleben zu retten, seien stärkere Aufwüchse auf 300 Millionen Euro im Jahr nötig, erklärte ONE. Tobias Kahler, Deutschland-Direktor von ONE, sagte: "Die vorgesehenen Steigerungen sind angesichts Deutschlands Wirtschaftskraft völlig unzureichend. Deutschland kann und sollte mehr tun, um seiner internationalen Rolle gerecht zu werden."

"Wir wissen, dass Investitionen in globale Gesundheit, in Gesundheitssysteme und in die Stärkung von Mädchen und Frauen dabei helfen, die Welt gerechter und sicherer zu machen und Armut zu reduzieren", sagte Kahler. "All dies tut der Globale Fonds. Es ist töricht, dieses effiziente Instrument der Krankheits- und Armutsbekämpfung nicht angemessen zu finanzieren. Bei der Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds am 16. September in Kanada muss Entwicklungsminister Müller einen deutlich höheren Beitrag verkünden, um der führenden Rolle Deutschlands für die Stärkung globaler Gesundheit gerecht zu werden."

Der Beitrag an den Globalen Fonds ist laut ONE eine der wirksamsten Investitionen, welche die Bundesregierung tätigen kann, um die nachhaltigen Entwicklungsziele, speziell Ziel 3 – gute Gesundheitsversorgung – zu erreichen. Der Globale Fonds könne bei einer erfolgreichen Wiederauffüllung von 13 Milliarden US-Dollar acht Millionen Leben retten und Eigenmittel in Höhe von 41 Mrd. US-Dollar in den betroffenen Ländern hebeln. Der Fonds investiere speziell in den Schutz und die Stärkung von Frauen und Mädchen, die durch HIV/Aids überproportional betroffen seien, und trage entscheidend zum Aufbau und zur Stärkung der lokalen Gesundheitssysteme bei.

Quelle: www.one.org/de/ 


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