amerika 21Mexiko-Stadt. - Laut einem Bericht der Beobachtungsstelle für multinationale Konzerne in Lateinamerika (Omal) haben die Aktivitäten spanischer Unternehmen erhebliche negative Auswirkungen auf die Menschenrechtslage in Mittelamerika. Spanische Konzerne aus dem Telekommunikations-, Tourismus- und Energiesektor können demnach ihre Projekte ungeachtet ihrer Wirkungen auf die Bevölkerung und die Gemeinden leicht umsetzten, weil regulative Mechanismen der Staaten nicht wirken und sich Regionen im Zustand eines "nicht erklärten Krieges" (guerra no declarada) befänden, berichtet das Lateinamerika-Portal amerika21.

Marusia López Cruz, Koordinatorin von "Asociadas por lo Justo" (Jass), erklärte, dass spanische Konzerne bevorzugt in Mexiko, Honduras und Guatemala investierten ‒ Länder, die "wenig demokratisch" seien ‒, da die jeweiligen Regierungen ihre Interessen mitverfolgen. Darunter leide die Bevölkerung, besonders die Frauen.

In Mexiko tätigen dem Bericht zufolge derzeit die spanischen Konzerne Enel und Iberdrola große Investitionen in Windenergieprojekte. Die Windräder würden in der Region Istmo von Tehuantepec, im Bundesstaat Oaxaca ohne die Zustimmung der indigenen Bevölkerung gebaut. Die dagegen protestierenden Gemeinden würden kriminalisiert und gegen ihre Führerin, Bettina Cruz, sei kürzlich Haftbefehl erlassen worden.

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Quelle: www.amerika21.de 


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