amerika 21Quito/Genf. - In Genf findet von Montag bis zum Freitag die dritte Verhandlungsrunde der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines verbindlichen internationalen Abkommen für die Haftung von Unternehmen bei Menschenrechtsverletzungen statt. Dieses Vorhaben war im  Juni 2014 auf Initiative von Südafrika und Ecuador initiiert worden.

Motivation von Ecuador waren die erheblichen Umweltzerstörungen durch das US-Erdölunternehmen Texaco, das später von Chevron aufgekauft wurde. Ziel der Verhandlungen beim UN-Menschenrechtsrat ist, verbindliche Regeln für Unternehmen zu schaffen und den Geschädigten Klagemöglichkeiten zu eröffnen, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21. Die Außenministerin von Ecuador, María Fernanda Espinosa, hat vor diesem Hintergrund am Montag den aktualisierten Vorschlag von Ecuador und Südafrika vorgestellt.

Unterstützt wird der Text von Regierungen, Abgeordneten, Fachleuten und Organisationen der Zivilgesellschaft aus aller Welt. Espinosa erklärte im Vorfeld, es sei notwendig, eine internationale Vereinbarung zu erarbeiten, die es ermöglicht, transnationale Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie gegen Menschenrechte verstoßen. Dabei müsse ein internationales juristisches Vakuum gefüllt werden und dafür sei eine internationale Kooperation erforderlich. Vor allem sei es wichtig, so Espinosa, dass die Betroffenen ein Klagerecht auf Entschädigung bei Menschenrechtsverletzungen durch Unternehmen bekämen.

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Quelle: amerika21.de


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