bmz Berlin. - Im Juli 2017 haben Deutschland, Frankreich und die Europäische Union die Sahel-Allianz gegründet. Anlässlich des Gipfeltreffens der Allianz am Freitag in Brüssel hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) "greifbare Fortschritte" bei der Entwicklung gefordert. Sie seien zentrale Voraussetzung für Stabilität und Sicherheit in der Sahel-Region. 

"Die Menschen wollen konkrete Verbesserungen sehen: Sauberes Trinkwasser, eine bessere Versorgung mit Lebensmitteln oder neue Ausbildungsplätze", erklärte Müller. "Die Entwicklungspolitik leistet in der Sahel-Allianz dazu einen wichtigen Beitrag. Beispielsweise steigern wir mit wassersparenden Techniken die Nahrungsmittelproduktion um ein Drittel und machen zehntausende Hektar Boden wieder fruchtbar. So entziehen wir Terrorismus und Kriminalität den Boden."

Die Sahel-Allianz Sie konzentriert sich laut BMZ auf fünf Kernbereiche: berufliche Ausbildung und Schaffung von Arbeitsplätzen, ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, erneuerbare Energie und Wasser, gute Regierungsführung und die bessere Grundversorgung der Bevölkerung. So sollen beispielsweise 25 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt, der Zugang zu nachhaltiger Elektrizität für 1,4 Millionen Haushalte verbessert und die Plätze in Berufsschulen verdoppelt werden.

Dazu arbeiten die Mitglieder der Sahel-Allianz eng zusammen. So werde beispielsweise das deutsche Dezentralisierungsvorhaben in Mali zur gerechteren Verteilung von Ressourcen in allen Landesteilen Malis künftig von Frankreich und der EU mitfinanziert, berichtete das BMZ. Zudem werde die Eigenverantwortung der Regierungen der Sahel-Staaten stärker eingefordert.

"Entwicklungs- und Sicherheitsaufgaben gehen dabei Hand in Hand", so das BMZ. "Denn ohne Entwicklung ist auch Sicherheit in der Sahel-Region nicht nachhaltig zu gewährleisten. Deswegen wurde auf dem Gipfeltreffen der Ausbau der Entwicklungszusammenarbeit mit den Staaten der Sahel-Region beschlossen."

Die Sahelregion umfasst eine Fläche von fünf Millionen Quadratkilometern und steht vor großen Herausforderungen, so das BMZ: Die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag und damit unterhalb der Armutsgrenze. Die Geburtenrate ist eine der höchsten weltweit. Weniger als fünf Prozent der Bevölkerung im ländlichen Raum hat Zugang zu Strom. Die mangelnde Versorgung mit Wasser und Nahrung sowie die Kriminalität und der Terrorismus vor allem in ländlichen Gebieten führen immer wieder zu Vertreibung und Flucht.

Quelle: www.bmz.de 


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