unesco deBonn. - 263 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben weltweit keinen Zugang zu Bildung. Das stellt ein neuer UNESCO-Bericht fest. Die Autoren weisen darauf hin, dass sich die Anzahl der Kinder ohne Schulzugang seit 2012 kaum verringert hat und warnen vor einem Stillstand in der Bildung. 

Das internationale Steuerungsgremium der UNESCO zur Umsetzung der Globalen Bildungsagenda 2030 (Globales Nachhaltigkeitsziel 4) berät noch bis zum 2. März am UNESCO-Hauptsitz in Paris über Strategien zur Erreichung einer hochwertigen, inklusiven und chancengerechten Bildung für alle bis zum Jahr 2030.

Von den 263 Millionen Kindern und Jugendlichen ohne Schulzugang sind 63 Millionen im Grundschulalter (6-11 Jahre), 61 Millionen im unteren Sekundarschulalter (12-14 Jahre) und 139 Millionen im oberen Sekundarschulalter (15-17 Jahre). Gründe für die hohe Anzahl der Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren, die keine Schule besuchen, sind der UNESCO zufolge vielfältig. Ein Großteil von ihnen hatte nie die Chance, eine Schule zu besuchen. Gleichzeitig ist die obere Sekundarschulbildung in vielen Ländern nicht verpflichtend. Nicht zuletzt entscheiden sich viele Jugendliche in dem Alter für eine Erwerbstätigkeit oder sind dazu gezwungen und beenden damit ihre Schullaufbahn.

Wie bereits in den vergangenen Jahren leben die meisten Kinder und Jugendlichen ohne Schulzugang in Subsahara-Afrika. 34 Millionen der 63 Millionen Kinder im Grundschulalter ohne Schulzugang stammen aus der Region. Die Länder mit den höchsten Raten der Kinder ohne Schulbildung weltweit sind Südsudan (68 Prozent), Liberia (62 Prozent), Eritrea (57 Prozent), Äquatorialguinea (56 Prozent), Sudan (44 Prozent) und Djibouti (41 Prozent).

Neun von zehn Jugendlichen im unteren Sekundarschulalter leben in nur drei Regionen: Subsahara-Afrika führt auch diese Statistik mit 27 Millionen an, gefolgt von Südasien  mit 18 Millionen sowie Ost- und Südostasien mit 8 Millionen. Nur bei den 15- bis 17-Jährigen ergibt sich eine andere regionale Verteilung. Die meisten Jugendlichen in dem Alter, die keine Schule besuchen, leben in Südasien. Das betrifft in der Region rund 67 Millionen Jugendliche. In Subsahara-Afrika gehen 36 Millionen Jugendliche im oberen Sekundarschulalter nicht zur Schule, in Ost- und Südostasien sind es 16 Millionen.

Mit der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Staatengemeinschaft dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2030 Menschen weltweit eine hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung zu ermöglichen. Der UNESCO-Bericht zeigt, dass sie davon noch weit entfernt ist.

=> UNESCO-Bericht "One in Five Children, Adolescents and Youth is Out of School"

Quelle: www.unesco.de 


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