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daadBerlin. - Ende 2015 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Maßnahmenpaket zur Integration studierfähiger Flüchtlinge in die deutschen Hochschulen verkündet, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) umsetzt. Hierdurch können die deutschen Hochschulen talentierten jungen Menschen eine akademische Perspektive geben. Jetzt sollen die Hochschulprogramme für Flüchtlinge verlängert werden.

"Die Nachfrage studierfähiger Flüchtlinge nach studienvorbereitenden Deutsch- und Fachkursen hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", sagte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, anlässlich einer Tagung des DAAD in Berlin, die eine Zwischenbilanz nach zwei Jahren Laufzeit der bundesfinanzierten Programme zog. "Das Engagement der deutschen Hochschulen und der vielen studentischen Initiativen ist ungebrochen. Mittlerweile haben mehrere Tausend Geflüchtete den Sprung in ein reguläres Bachelor- oder Masterstudium geschafft. Wir sehen sie wie andere internationale Studierende als Bereicherung für Deutschland. Deshalb wird das BMBF die Förderung für geflüchtete Studierende fortführen."

"Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Integration von Flüchtlingen. Mit unserem Maßnahmenpaket, das die Basis für einen erfolgreichen Zugang zu einem Studium bildet, haben wir viel erreicht und haben zugleich noch viel vor uns", erklärte DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. "Fragen der optimalen Begleitung während des Studiums, zur Sicherung des Studienerfolgs oder Fragen der akademischen Nachqualifizierung zur optimalen Vorbereitung auf den Übergang in den Arbeitsmarkt werden künftig im Fokus stehen müssen. Wir begrüßen es, dass das BMBF die Programme weiter finanzieren wird, und danken für die vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Im ersten Jahr der Förderung nahmen mehr als 6.800 geflüchtete Studieninteressierte an rund 700 sprachlichen und fachlichen Vorbereitungskursen teil, die über das Programm 'Integra' gefördert wurden. 2017 stieg diese Zahl bereits auf über 10.000 Teilnehmer an. Rund 600 studentische Initiativen unterstützen zudem geflüchtete Studieninteressierte im Rahmen des Programms 'Welcome' beim Einstieg in die Hochschulwelt.

Die weiterhin steigende Zahl der Teilnehmer bestätigt, dass das Interesse an tertiärer Bildung bei Geflüchteten hoch ist. Immer mehr Kursteilnehmer beginnen ein reguläres Studium.

Das Sozioökonomische Panel (SOEP), eine BMBF-geförderte repräsentative Langzeitstudie, zeigt auf, dass über alle Herkunftsländer hinweg 35 % der erwachsenen Flüchtlinge einen weiterführenden Schulabschluss mitbringen, 16 % der Erwachsenen haben zuvor an einer Hochschule studiert und 11 % sogar mindestens einen ersten Hochschulabschluss in der Tasche. Ein Drittel der erwachsenen Flüchtlinge strebt den Erwerb eines deutschen Hochschulabschlusses an. Zur Aufnahme eines Studiums gelten für sie dieselben fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen wie für andere deutsche und internationale Studierende.

Quelle: www.daad.de 


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