amerika 21Santiago. - In Chile werden derzeit 15 Universitäten bestreikt. Die Studentinnen nennen es "tomas feministas", feministische Besetzungen. Vergangene Woche protestierten rund 150.000 Menschen in der Haupstadt Santiago gegen sexuellen Missbrauch und sexistische Erziehung in den Bildungseinrichtungen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Donnerstag berichtet.

Auch in anderen Städten wie Valparaíso, Talca, Valdivia, Temuco und Antofagasta demonstrierten Tausende. "Für eine Bildung ohne Sexismus" stand auf vielen Plakaten oder "Die Revolution wird feministisch sein, oder es wird sie nicht geben". Viele Frauen protestierten oberkörperfrei, was eine Diskussion in den sozialen Netzwerken auslöste. Für den 1. Juni hat die nationale Studentenkonföderation (Confech) einen erneuten Protestmarsch ausgerufen, so amerika21.

Die Universität, die am längsten besetzt ist, ist die Universidad Austral in Valdivia im Süden Chiles. Bereits seit über einem Monat streiken dort die Studentinnen. Valentina Gatica, die Präsidentin der Studentenvereinigung dieser Universität, fordert "die Berücksichtigung der Geschlechterperspektive in allen Studiengängen, eine Begleitung bei der Aufklärung von Fällen sexueller Belästigung, Gewalt und Diskriminierung, sowie härtere Sanktionen für die Dozenten." Der Kampf gegen sexualisierte Gewalt solle eine Priorität der Universität sein, berichtete amerika21.

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Quelle: www.amerika21.de 


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