bmz Berlin. - Der internationale Tag der Umwelt, der am 5. Juni begangen wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wir haben nur eine Erde – Ressourcen schützen". Aus diesem Anlass hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) verstärkte Anreize zur Vermeidung von Plastikmüll gefordert.

"Wir müssen den Kampf gegen den Plastikmüll viel entschlossener angehen", sagte Entwicklungsminister Müller. "2050 wird mehr Plastik in unseren Meeren schwimmen als Fische. Das zerstört die Lebensgrundlage von 800 Millionen Menschen, die von der Fischerei leben."

Heute schon haben 90 Prozent der Seevögel Plastik im Magen. Selbst an der tiefsten Stelle der Welt fanden Forscher Plastiktüten, erklärte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Auf den Ozeanen treiben Müllteppiche, die so gewaltig sind, dass sie Namen haben. Der größte von ihnen, der Große Pazifische Müllstrudel, ist viereinhalb mal so groß wie Deutschland.

"Zwei Drittel unseres Kunststoffmülls sind Verpackungen. Viele von ihnen sind vermeidbar", betonte Entwicklungsminister Müller. "In den letzten 20 Jahren hat sich das Verpackungsaufkommen sogar verdoppelt. Diesen Trend müssen wir umkehren. Die in Plastik eingeschweißte Bio-Gurke muss der Vergangenheit angehören. In vielen Bereichen gibt es längst sinnvolle Alternativen."

Mikroplastik wie in Kosmetikprodukten sollte unmittelbar verboten werden, forderte Müller. "Das lässt sich sofort umsetzen, ohne dass wir dafür auf Wesentliches verzichten müssten."

Das Entwicklungsministerium veranstaltet am Weltumwelttag das 4. Zukunftsforum "Globalisierung gerecht gestalten" unter dem Titel "Das Kapital der Natur! Unser Wohlstand – unsere Verantwortung", unter anderem mit Prof. Klaus Töpfer, Prof. Michael Otto und dem Geschäftsführer des WWF-Deutschland, Eberhard Brandes, bei dem der Umgang mit Plastik eines der Themen sein wird.   

"Im Kampf gegen die Plastikflut müssen wir auch eine weltweit funktionierende Kreislaufwirtschaft aufbauen, um vorhandenes und nicht vermeidbares Plastik zu recyceln", sagte Müller. "Dazu brauchen wir eine globale Anstrengung, denn sowohl in den europäischen Staaten als auch in Schwellenländern muss das Sammeln und Recyceln deutlich verbessert werden. Insgesamt muss die Staatengemeinschaft viel schneller vorankommen, unsere Meere zu schützen, Plastikmüll zu reduzieren und weniger Rohstoffe zu verbrauchen."

Quelle: www.bmz.de 


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