amerika 21Brasília. - Die Regierung aus Konservativen und Neoliberalen in Brasilien intensiviert vor den Präsidentschaftswahlen im Oktober ihr Vorhaben, staatliches Eigentum zu privatisieren. In der vergangenen Woche veräußerte die Regierung unter De-facto Präsident Michel Temer den Großteil des größten brasilianischen Energieunternehmens Eletropaulo an den italienischen Konzern Enel. Zudem hat sie versucht, das Energieunternehmen Eletrobras aus Rio de Janeiro zu verkaufen. Ein Gericht verbot dies jedoch zunächst, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag.

Mit dem Verkauf von Eletropaulo an den italienische Energiekonzern wechseln sieben Millionen Haushalte aus dem Großraum São Paulo ihren Stromzulieferer. Medienberichten zufolge hat Enel 5,5 Milliarden Reais (rund 1,2 Milliarden Euro) investiert und rund 122 Millionen Aktien während der Versteigerung an der Börse São Paulo gekauft. Dies entspricht 73 Prozent der Aktien von Eletropaulo. 

Von der Übernahme hat insbesondere der brasilianische Bundeshaushalt profitiert, der einen Großteil der Anteile von Eletropaulo hielt. Die Aktien hatten im Vorfeld an Wert gewonnen, da dem Verkauf ein Wettbieten zwischen den beiden größten europäischen Stromkonzernen, der Enel und der spanischen Iberdrola, vorausging. Während der spanische Rivale rund 40 Reais (8,70 Euro) pro Aktie geboten hatte, legte der italienische Konzern 45 Reais (9 Euro) auf den Tisch, so amerika21.

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Quelle: www.amerika21.de 


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