aerzte ohne grenzenBerlin. - Ärzte ohne Grenzen hat seit Beginn des Ebola-Ausbruchs Anfang Mai in der Demokratischen Republik Kongo die Teams des kongolesischen Gesundheitsministeriums an vier Orten unterstützt. Nun werden die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen an das Gesundheitsministerium und an Nichtregierungsorganisationen in Mbandala, Bikoro, Itipo und Iboko übergeben. Sollte es keine bestätigten Fälle von Ebola mehr geben, wird der Ausbruch am 22. Juli offiziell für beendet erklärt.

Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen hatten bei der Versorgung von 38 bestätigten Ebola-Patienten geholfen, von denen 24 überlebten und nach Hause zurückkehren konnten. Bedauerlicherweise starben 14 Patienten. Mehr als 120 weitere Patienten mit Verdacht auf Ebola wurden isoliert, konnten aber aufgrund negativer Testergebnisse entlassen werden.

"Dieser Ebola-Ausbruch ist noch nicht offiziell vorüber, aber wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, die gemacht wurden. In Anbetracht der niedrigen Fallzahl und der wachsenden Expertise des Personals vor Ort ist das Gesundheitsministerium gut aufgestellt, um die Arbeit, die wir gemeinsam gestartet haben, zu Ende zu führen", sagte Henry Gray, Notfallkoordinator von Ärzte ohne Grenzen in der Provinz Äquator. 

In Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ärzte ohne Grenzen die Ringimpfung aller Kontaktpersonen bestätigter Ebola-Patienten sowie der Kontakte der Kontaktpersonen abgeschlossen. Ebenso wurde die Impfung von Gesundheitspersonal in den Gesundheitszonen Bikoro und Iboko abgeschlossen. Insgesamt wurden 3.199 Menschen geimpft.

"Wir sind erfreut über die weitreichenden internationalen Reaktionen auf diesen Ebola-Ausbruch", erklärte Henry Gray. "Doch sind Menschen in der D. R. Kongo viel häufiger von Malaria, Masern, Cholera oder gewalttätigen Vertreibungen betroffen, als von Ebola. Zusätzlich zu den medizinischen Aktivitäten, die wir bereits gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium in der D. R. Kongo durchführen, reagieren wir jetzt auf einen neuen Cholera-Ausbruch in Mbuji Maji, Provinz Ostkasai, und evaluieren, wie wir am besten auf die Folgen der jüngsten Gewalt in Tshikula, Zentralkasai, reagieren können."

Quelle: www.aerzte-ohne-grenzen.de 


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