knhDuisburg. - Bei aller Euphorie über den Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea: Die Besorgnis über die Auswirkungen der bewaffneten Konflikte in Südäthiopien wächst. Mehr als 800.000 Menschen wurden innerhalb ihres eigenen Landes bereits heimatlos und es ist nicht sicher, ob sie jemals in ihre Heimatregion zurückkehren können. Die Kindernothilfe unterstützt durch eine lokale Partnerorganisation geflüchtete Kinder und ihre Familien mit humanitären Hilfsmaßnahmen.

Die hohe Zahl an Binnenflüchtlingen ist eine enorme Belastung für die ohnehin arme Stadt Bishan Guracha in der Oromia Region, so die Kindernothilfe. Die Regionalregierung sorgt lediglich für die Unterbringung der Flüchtlinge. Über ihre lokale Partnerorganisation stellt die Kindernothilfe unter anderem Nahrung und die gesundheitliche Versorgung für 1.160 Kinder sicher. 750 Kinder erhalten außerdem Schulmaterial, Schuluniformen und Kleidung, 230 unterernährte Kinder unter fünf Jahren bekommen Zusatznahrung und ihre Mütter Ernährungsberatung. Außerdem werden ein Kinderschutzzentrum errichtet und Wasser und Sanitäranlagen bereitgestellt.

Große Hoffnungen auf ein neues Äthiopien ruhen in der Bevölkerung auf Ministerpräsident Abiy Ahmad. "Durch unseren neuen Premierminister erwarten wir viele Veränderungen", sagte Kindesschutz-Trainerin Sinafikish Legesse Tsegaye in Addis Abeba. "Er wurde gewählt, um weiteres Blutvergießen in Äthiopien zu verhindern. Ich bin sicher, dass die Zeit der Angst vorbei ist, denn wir sehen schon viele positive Veränderungen. Wir hoffen auch, dass Nichtregierungsorganisationen zukünftig weniger Einschränkungen in ihrer Arbeit haben."

Die Kindernothilfe ist seit 45 Jahren in Äthiopien aktiv und fördert dort über einheimische Partnerorganisationen 642.200 Kinder und ihre Familien.

Quelle: www.kindernothilfe.de 


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