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unhcr Berlin. - Vor der am Mittwoch in Kraft tretenden neuen Regelung zum Familiennachzug von subsidiär Geschützten hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor einem bürokratisierten und intransparenten Verfahren gewarnt. "Die Umsetzung wird schwierig, weil die Auswahlkriterien so komplex sind. Es steht zu befürchten, dass sich die Verwaltungsverfahren lange hinziehen werden", sagte Dominik Bartsch, der Repräsentant des UNHCR in Deutschland.

Zudem sei nach wie vor problematisch, dass die Gewichtung der Auswahlkriterien nicht ausreichend transparent ist, so Bartsch. Er forderte die Bundesregierung auf, nun schnellstmöglich mit den Verfahren zu beginnen. "Viele Betroffene sind seit Jahren von ihren Familienmitgliedern getrennt. Es ist daher besonders wichtig, ihnen verständlich zu machen, auf welcher Grundlage die Entscheidungen nun getroffen werden", sagte Bartsch. 

UNHCR begrüßte, dass Familien mit Kindern in dem Gesetz besonders berücksichtigt werden. In seinen bisherigen Stellungnahmen hatte UNHCR dies auch gefordert. "Nun muss sichergestellt sein, dass die Betroffenen über jeden Verfahrensschritt ausreichend informiert sind. Dass sich Angehörige wieder in die Hände von Schleppern begeben, um schneller in Sicherheit zu gelangen, muss um jeden Preis vermieden werden", betonte der UNHCR-Repräsentant. 

Quelle: www.unhcr.org 


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