handicap internationalMünchen. Weltweit gehen 32 Millionen Kinder mit Behinderungen nicht in die Schule – das sind ungefähr viermal so viele Kinder wie es Schüler in Deutschland gibt. Um allen jungen Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – den Zugang zu Bildung zu ermöglichen und die Öffentlichkeit zu mobilisieren, ruft die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International mit der Kampagne #school4all zu mehr Inklusion auf.

Allein im letzten Jahr half HI knapp 150.000 Kindern mit Behinderung. Sie alle dürfen nun in die Schule gehen. Besonders in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen haben Kinder mit Behinderung kaum Chancen, eine Schule besuchen zu dürfen. Eltern und lokale Behörden sind dort oft nicht ausreichend über das Thema Behinderung informiert und dafür sensibilisiert. So entstehen negative Einstellungen und Vorurteile gegenüber Kindern mit Behinderung. 

Auch im konkreten Schulalltag schränken zahlreiche Faktoren die Chancen auf inklusive Bildung ein: Die Hindernisse beginnen häufig bereits auf dem Weg zur Schule, wenn Transportmittel wie Schulbusse nicht auf die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung ausgelegt sind. Auch viele Schulgebäude sind nicht barrierefrei und es mangelt beispielsweise an Rampen für Kinder mit Gehbehinderung oder genügend Tageslicht für Kinder mit Sehbehinderung. Zudem stimmen viele Lehrkräfte die Gestaltung ihres Unterrichts nicht auf Kinder mit Behinderungen ab.

Um sich dafür einzusetzen, dass jedes Kind – ob mit oder ohne Behinderung – zur Schule gehen kann, ruft die humanitäre Hilfsorganisation in diesem Sommer eine Spendenkampagne ins Leben. Unter dem Motto #school4all macht die Organisation darauf aufmerksam, dass alle Kinder das Recht auf eine hochwertige, kostenlose und inklusive Schulbildung haben. Die Organisation engagiert sich seit vielen Jahren in diesem Bereich: Allein im Jahr 2017 erhielten 144.604 Kinder durch Projekte von HI Zugang zu Schulbildung. 

Quelle: www.handicap-international.de 


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