bmz Berlin. - Wegen zu geringer internationaler Unterstützung muss das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in Jordanien jetzt mehrere seiner Bildungsprogramme kürzen. Angesichts der drohenden Kürzungen hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) die internationale Gemeinschaft am Freitag zu stärkerer Unterstützung aufgerufen. Zudem kündigte er eine Aufstockung der BMZ-Mittel an.

"Kinder sind die Zukunft – und ohne Bildung nehmen wir ihnen ihre Zukunft", betonte Entwicklungsminister Müller. "Kinder brauchen Schulen und sichere Zentren, wo sie lernen, spielen und sich entwickeln können. Denn sie leiden am schlimmsten unter der Tragödie, die sich seit Jahren in Syrien und seinen Nachbarländern abspielt. Es kann nicht sein, dass die Weltgemeinschaft es nicht schafft, diesen Kindern und Jugendlichen ein Minimum an Unterstützung zu gewährleisten."

Rund 100 der von UNICEF unterstützten Kinder- und Jugendzentren in Jordanien müssten voraussichtlich geschlossen werden. 60.000 Mädchen und Jungen seien davon betroffen, berichtete das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

"Wir stellen UNICEF in Jordanien jetzt zusätzlich 13,5 Millionen Euro zur Verfügung", sagte Müller. "Dutzende Kinder- und Jugendzentren können so ausgestattet und weiterbetrieben werden. Doch trotz unserer erneuten Zusage fehlen aktuell fast 9 Millionen Dollar. Diese Lücke muss geschlossen werden. Und da müssen sich jetzt endlichen auch andere Länder beteiligen!"

Deutschland ist nach den USA der zweitgrößter Geber von UNICEF in Jordanien. Seit 2015 hat das Entwicklungsministerium UNICEF rund 43 Millionen Euro zugesagt. Damit finanziert das BMZ Lehrergehälter, baut Schulen und schafft Angebote für traumatisierte Kinder. Rund 130.000 syrische Kinder konnten so bereits zur Schule gehen.

Auch im gesamten Krisenbogen um Syrien ist Deutschland seit Jahren einer der wichtigsten Unterstützern von UNICEF. Mit deutscher Unterstützung wurden in den Nachbarländern Syriens rund eine Million Kinder seit Beginn der Krise eingeschult.

Quelle: www.bmz.de 


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