Berlin. - Weltweit sind mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Zugleich wird die Stimmung in Narrativen und Diskursen weltweit extrem negativ gegen Geflüchtete aufgeheizt. Vor diesem Hintergrund befasst sich der XX. Humanitäre Kongress am 4. und 5. Oktober in der Urania in Berlin in diesem Jahr mit der Frage, wie in Zeiten der Politisierung und Polarisierung die Würde der schutzbedürftigsten Menschen zurück in den Fokus gerückt werden kann.

Am Humanitären Kongress in Berlin nehmen rund 900 Personen aus Wissenschaft, Politik, Medien sowie von Humanitären Organisationen teil. Er wird von Ärzte der Welt, dem Deutschen Roten Kreuz, der Ärztekammer Berlin sowie Ärzte ohne Grenzen veranstaltet. Der Kongress bietet vor allem die Möglichkeit zum Gedankenaustausch in einem internationalen und multidisziplinären Rahmen.

In verschiedenen Paneldiskussionen, Impulsvorträgen und Workshops werden aktuelle politische Trends und deren Auswirkungen auf die davon am stärksten betroffenen Menschen diskutiert und sich unter anderem folgenden Fragen gewidmet: Was sind vor diesem Hintergrund die dringendsten Bedürfnisse der betroffenen Menschen und wie setzen wir uns für eine bedürfnisgerechte Humanitäre Hilfe ein? Müssen wir angesichts des sich verändernden, politischen Klimas Advocacy stärker priorisieren? Wie stellen wir sicher, dass der Mensch im Zentrum unserer eigenen Arbeit steht? Wie können wir eine inklusive Humanitäre Hilfe gewährleisten? Wie können wir Belästigung, Ausbeutung und Missbrauch verhindern? Wie können wir die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren aus verwandten Bereichen stärken?

Der Humanitäre Kongress Berlin findet in englischer Sprache statt.

=> http://humanitarian-congress-berlin.org/2018/

Quelle: www.aerzte-ohne-grenzen.de 


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