venro Berlin. - Anlässlich des Welternährungstages (16. Oktober) hat der Verband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) darauf hingewiesen, dass eine wachsende Zahl von Menschen aufgrund von Flucht und erzwungener Migration hungert. Die Bundesregierung müsse ressortübergreifend die Ursachen angehen und gegensteuern. Waffenexporte müssten unterbunden, ambitionierter Klimaschutz umgesetzt und Handelsabkommen so gestaltet werden, dass bäuerliche Landwirtschaft nicht blockiert, sondern gefördert wird, erklärte VENRO.

"Die internationale Staatengemeinschaft schafft bisher keine Wende im Kampf gegen den Hunger. Die Lage ist alarmierend. Weltweit hungern 821 Millionen Menschen", sagte Mathias Mogge, Vorstandsmitglied von VENRO. "Die Ursachen für das weltweit wachsende Problem von Unterernährung sind komplex und die Bundesregierung muss ressortübergreifend handeln. Am meisten betroffen sind Menschen, die zu Flucht oder Migration gezwungen werden durch gewaltsame Konflikte, Klimawandel, Umweltzerstörung oder Landraub."

Insofern müsse die Bundesregierung eine ambitionierte Klimaschutzpolitik genauso dringend umsetzen wie eine strikte Kontrolle des Waffenhandels, damit Kleinwaffen aus Deutschland nicht gewaltsame Konflikte anheizen oder verlängern, betonte Mogge. Es sei dringend geboten, dass Deutschland eine faire Handelspolitik verfolgt und nachhaltige Landwirtschafts- und Ernährungssysteme fördert.

"Um den Hunger zu bekämpfen, brauchen wir grundlegende Veränderungen: Besseres Saatgut, sicheren Zugang zu Land, mehr Umweltschutz, effiziente Infrastruktur und Märkte mit stabilen Preisen“, sagte Mathias Mogge. "Die Bundesregierung sollte bäuerliche Landwirtschaft unterstützen, die agroökologische Aspekte berücksichtigt und dadurch widerstandsfähiger auch gegenüber den Folgen des Klimawandels ist."

Quelle: www.venro.org 


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