zfd klBonn. - Bei der Haushaltsbereinigung durch die Bundesregierung hat der Zivile Friedensdienst eine Mittelerhöhung von zehn Millionen Euro für das Haushaltsjahr 2019 erhalten. Damit erhöht sich das Budget des deutschen Programms für Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung von aktuell 45 Millionen Euro (Jahre 2017 und 2018) auf 55 Millionen Euro für 2019. Das Konsortium Ziviler Friedensdienst begrüßte die Mittelerhöhung.

"Das Parlament erkennt damit die Relevanz und die Erfolge ziviler Friedensarbeit in Konflikten an", sagte Martin Vehrenberg, Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst. "Weltweit nehmen gewaltsame Konflikte zu, die mit militärischen Mitteln nicht langfristig beigelegt werden können. In der vorgesehenen Mittelerhöhung sehen wir daher einen Auftakt für den schrittweisen Ausbau des Zivilen Friedensdienstes und damit eine kontinuierliche Stärkung der deutschen Friedenspolitik."

Zivile Kräfte spielen in Friedensprozessen eine tragende Rolle. Sie stärken die Demokratie und mindern Gewalt und Radikalisierung. Der Zivile Friedensdienst setzt die zusätzlichen Mittel dafür ein, die Friedensarbeit seiner lokalen Partner beispielsweise in Mali, im Libanon und in der Ukraine weiter zu unterstützen. Auch Anfragen aus Regionen, in denen der ZFD bisher noch nicht tätig ist, werden geprüft. Dazu gehören beispielsweise Bangladesch, Nordafrika und Nicaragua.

Der Zivile Friedensdienst erwartet, dass die zusätzlichen Gelder für langfristige Planungen einsetzbar sind. "Unsere Engagements sind auf längere Zeiträume angelegt, damit Vertrauen, Dialog und Frieden in den Krisen- und Konfliktregionen langsam wachsen können", erklärte Vehrenberg. "Unsere lokalen Partner müssen sich daher darauf verlassen können, dass wir ihnen langfristig zur Seite stehen."

Quelle: www.ziviler-friedensdienst.org 


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