wfp iconRom. - Der Jemen ist derzeit Schauplatz der schlimmsten humanitären Krise der Welt. Zum Abschluss eines dreitägigen Besuchs vor Ort hat der Exekutivdirektor des UN World Food Programme (WFP), David Beasley, ein eindringliches Plädoyer für ein Ende der Kämpfe gehalten. Die UN-Organisation will angesichts zunehmenden Hungers im Jemen die Ernährungshilfe auf bis zu zwölf Millionen Menschen ausweiten.

"Was der Jemen braucht, ist Frieden", sagte Beasley. "Nur mit Frieden wird es möglich sein, die Wirtschaft wieder in Gang und die Währung unter Kontrolle zu bringen, sowie die Gehälter der öffentlich Bediensteten wieder zu bezahlen, damit die Menschen wieder Geld für Nahrungsmittel und andere Grundbedürfnisse haben."

Angesichts des rasant steigenden Hungers bereitet sich das Welternährungsprogramm vor, die Ernährungshilfe auf bis zu 12 Millionen Menschen auszuweiten. Bereits jetzt erreicht WFP zwischen 7 und 8 Millionen Menschen monatlich. Viele Familien leiden extrem unter dem Konflikt und erhalten Notrationen oder Bargeldtransfers.

"Was ich im Krankenhaus in Hodeidah gesehen habe, ist schwer in Worte zu fassen", sagte Beasley. "Kleine Kinder, so mangelernährt, dass sie kaum mehr als Haut und Knochen sind. Sie liegen dort und sind fast zu schwach zum Atmen. Im Namen der Menschlichkeit fordere ich alle Konfliktparteien auf, diesen schrecklichen Krieg zu beenden. Lasst die Kinder leben. Gebt den Menschen die Chance, ihr Leben wiederaufzubauen."

Quelle: www.wfp.org 


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