oneBerlin. - Am 1. Dezember ist Weltaidstag. Die Entwicklungsorganisation ONE warnt, dass HIV/Aids noch längst nicht der Vergangenheit angehört. Obwohl es große Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit gegeben habe, sei das Thema Aidsbekämpfung aktueller denn je. Jedes Jahr infizierten sich 1,8 Millionen Menschen mit HIV. Von den insgesamt 37 Millionen Infizierten weltweit hätten 15 Millionen keinen Zugang zu lebensrettenden Aids-Medikamenten.

"Wenn die globale Gemeinschaft jetzt nachlässt, gewinnt das Virus wieder die Oberhand", erklärte ONE. "Und aktuell droht der Kampf gegen HIV/Aids zu scheitern: Bis 2020 benötigen wir zusätzliche Investitionen in Höhe von 5,4 Milliarden US Dollar, um die Weichen für ein Ende von HIV/Aids bis 2030 richtig zu stellen."

Täglich sterben ONE zufolge 2.500 Menschen an Krankheiten, die im Zusammenhang mit Aids stehen. Für Frauen zwischen 15 und 49 Jahren seien diese Krankheiten die häufigste Todesursache. In den Ländern, die am stärksten von Armut betroffen sind, trifft die Immunschwächekrankheit Frauen und Mädchen besonders häufig. In Subsahara-Afrika ist das Risiko einer Ansteckung für junge Frauen doppelt so hoch wie für junge Männer. Täglich infizieren sich 1.000 junge Frauen in Subsahara-Afrika mit HIV.

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria sei die effektivste Waffe im Kampf gegen diese Krankheiten, betonte ONE. "Gemeinsam mit Partnern hat er seit seiner Gründung 2002 dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten. Mit seiner Hilfe konnten 2017 knapp 80 Millionen HIV-Tests durchgeführt werden. 2017 haben rund 700.000 HIV-infizierte Mütter Medikamente erhalten, damit ihre Kinder sich nicht bei ihnen anstecken."

Die nächste Finanzierungskonferenz des Globalen Fonds findet am 10. Oktober 2019 in Frankreich statt. ONE rief die Bundesregierung auf, darauf hinzuwirken, dass der Globale Fonds für die kommenden drei Jahre voll finanziert wird, damit er seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann. Beim G20-Gipfel in Buenos Aires habe die Bundeskanzlerin bereits Gelegenheit, die G20-Partnerländer zu einem Bekenntnis für mehr gemeinsame Anstrengungen im Kampf gegen HIV/Aids zu bewegen.

Quelle: www.one.org 


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