whh Bonn. - Im Jemen herrscht nach Einschätzung der Welthungerhilfe eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der letzten Jahrzehnte. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 22 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen und stehen täglich fast 16 Millionen Menschen hungrig auf.

"Vor 50 Jahren gingen die furchtbaren Bilder von hungernden Kindern aus Biafra um die Welt. Damals starben mehr als zwei Millionen Menschen als Folge eines sinnlosen Krieges", erklärte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. "Auch damals zerfiel ein Land, gab es militärische Unterstützung von außen und wurde Hunger systematisch als Waffe eingesetzt. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich so etwas im Jemen noch einmal wiederholt."

Die Konfliktparteien müssten bei den aktuellen Friedensgesprächen auf jeden Fall eine Verbesserung der humanitären Lage vereinbaren", forderte Mogge. Die Hilfsorganisationen benötigten einen ungehinderten Zugang zu den Menschen, die jeden Tag ums Überleben kämpfen.

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“.. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,53 Milliarden Euro gefördert.

Quelle: www.welthungerhilfe.de 


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