misereorKattowitz. - Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz hat die abschließende und entscheidende Phase des sogenannten "Talanoa Dialoges" im Rahmen Konferenz begonnen. In dessen Rahmen verhandeln die 197 Vertragsparteien, wie sie den Klimaschutz in Zukunft ausgestalten wollen. MISEREOR hat die Bundesregierung aufgefordert, sich für eine maximale Erderwärmung von 1,5 Grad einzusetzen.

"Es geht in dieser Woche um nicht weniger als die entscheidende Weichenstellung für den globalen Klimaschutz", erklärte die Klima-Expertin von MISEREOR, Kathrin Schroeder. "Die Vertragsstaaten müssen daher einen Beschluss fassen, der alle gleichermaßen dazu aufruft, nationale Klimaschutzziele zu erhöhen und bis 2020 deutlich verbesserte Pläne einzureichen. Besonders enttäuschend ist, dass Bundesumweltministerin Schulze in Sachen Klimaschutz selbst mit fast leeren Händen nach Kattowitz gekommen ist."

Wenn die Bundesregierung endlich etwas vorweisen und nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben wolle, müsse sie alles dafür tun, dass die Weltgemeinschaft mit ihren Lösungen auf eine maximale Erderwärmung von 1,5 Grad hinarbeitet, sagte Schroeder. "Dazu zählt, dass das angekündigte Klimaschutzgesetz einen verbindlichen Emissions-Reduktionspfad entlang mindestens 95 Prozent bis 2050 verankert. Auch ein Sofortprogramm für Klimaschutz ist entscheidend, dass vor allem auf die massive Reduzierung der Kohleverstromung setzt und neben dem Energiesektor auch für die Bereiche Landwirtschaft, Verkehr, die Industrie und Gebäude die richtigen Weichen stellt."

Quelle: www.misereor.de 


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