Berlin. - Bei der Geberkonferenz für den Jemen in Genf sagten Regierungen knapp 2,3 Milliarden Euro zu, um das Leid von Millionen von Menschen im Jemen zu lindern. Die Hilfsorganisationen CARE, Oxfam, NRC und Save the Children haben die Finanzzusagen und die Unterstützung für humanitäre Hilfe begrüßt. Die zugesagte Summe reiche aber nicht an die geforderten rund 3,7 Milliarden Euro heran, die benötigt werden, um rund 24 Millionen Menschen im Jemen mit humanitärer Hilfe zu versorgen.

Viele Menschen im Jemen stehen kurz vor einer Hungersnot. Humanitäre Helfer kämpfen tagtäglich dafür, dass die Zivilbevölkerung Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und medizinische Grundversorgung erhält. Gleichzeitig versorgen die Hilfsorganisationen unterernährte Frauen und Kinder, unterstützen Schulen, und bemühen sich, den Menschen bei den enormen Belastungen des Kriegsalltags beiseite zu stehen.

"Doch Geld ist nicht genug", mahnten die Hilfsorganisationen. Die Menschen im Jemen benötigten den sofortigen und bedingungslosen Zugang zu humanitärer Hilfe. Kommerzielle Importe müssten in alle Teile des Landes geliefert werden können. Die NGOs forderten die führenden Politiker dieser Welt dazu auf, Zivilisten und zivile Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser zu schützen und diejenigen, die das Völkerrecht missachten, zur Rechenschaft zu ziehen.

Die NGOs appellierten ebenso an die Länder, die Waffen an kriegsführende Parteien im Jemen verkaufen, diese Geschäfte mit sofortiger Wirkung zu beenden und starke Überwachungs- und Rechenschaftsmechanismen einführen. Es dürften keine weiteren Waffen in den Jemen geliefert werden. Die politischen Verhandlungen müssten von allen an diesem Konflikt beteiligten Parteien unterstützt werden. Nur ein Ende der Kampfhandlungen könne das Leid des jemenitischen Volkes wirklich beenden. "Die Menschen im Jemen können sich den Luxus nicht leisten, auf den Frieden zu warten – sie sterben jeden Tag, den dieser Krieg andauert", erklärten die Hilfsorganisationen.

Quelle: www.savethechildren.de 


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