oxfamBerlin. - Nach dem verheerenden Zyklon Idai, dessen zerstörerische Folgen mehr als 2,6 Millionen Menschen im südlichen Afrika betreffen, ist Oxfams Nothilfe-Arbeit erfolgreich angelaufen. So wurden Notfallversorgungskits an Menschen in provisorischen Camps in der Gegend von Buzi nahe der Stadt Beira in Mosambik sowie an Bewohner des Bezirks Nsanje im Süden Malawis verteilt. Beide Regionen gehören zu den vom Zyklon am schlimmsten betroffenen Gebieten.

Oxfam unterstützt die Menschen in den Katastrophengebieten durch die Verteilung von Wasseraufbereitungs- und Hygiene-Sets, den Bau von Notfall-Latrinen und Handwaschanlagen sowie die Bereitstellung von Notunterkünften. Ulrich Wagner leitet von der Stadt Beira aus Oxfams Nothilfe-Einsatz in Mosambik: "Die Lage in den Camps ist wirklich verheerend. Oft leben mehr als zehn Familien in einem Zelt. Viele Frauen müssen sich notdürftig hinter einer Plastik-Abschirmung waschen und sind dabei kaum vor den Blicken anderer Camp-Bewohner geschützt. Auch gibt es einen enormen Bedarf an sanitären Anlagen und sauberem Trinkwasser, um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera, Durchfall und Typhus zu verhindern. Das hat für uns jetzt höchste Priorität."

In Mosambik wurden zudem Familien-Kits in den Camps von Estaquinha und Guara Guara im Bezirk Buzi verteilt. Jedes Familien-Kit enthält zwei Decken, einen 10-Liter-Eimer, zwei Moskitonetze, einen Kanister, acht Löffel, zwei Stoffhüllen sowie Wasserreinigungstabletten. Die Hilfsmaßnahmen gestalten sich besonders schwierig, da das Gebiet um Buzi derzeit nur mit Booten oder Hubschraubern zugänglich ist und die Kommunikationssysteme noch nicht wieder funktionieren.

In Malawi hat Oxfam Familien im Flüchtlingscamp Bangula im Bezirk Nsanje durch die Verteilung von Hygienesets unterstützt, die lebenswichtige Dinge wie Eimer, Seife, Wäscheseife und Hygienepads beinhalten. Im Bangula-Camp leben derzeit 5.000 durch die Naturkatastrophe vertriebene Kinder, Frauen und Männer aus Malawi und Mosambik. In dem Camp gibt es nur wenige Toiletten und begrenzten Zugang zu sauberem Wasser, was die Menschen besonders anfällig für Krankheiten wie Durchfall und Cholera macht. Im südöstlich gelegenen Ort Mulanje hat Oxfam über 1.500 Haushalte mit Bargeldauszahlungen unterstützt.

Zainabu Elasoni, eine Bewohnerin des Camps in Bangula, berichtete: "Die hygienischen Bedingungen hier sind schlecht und ich habe Angst um mein Baby – aber ich habe keine Wahl. Ich habe all mein Hab und Gut verloren, als mein Haus bei den Überschwemmungen zusammengebrochen ist. Oxfams Hilfe kommt nun genau zum richtigen Zeitpunkt: ich benutze einen Eimer zum Baden meines Babys und einen anderen zum Aufbewahren von Trinkwasser."

In den kommenden Tagen will Oxfam zusätzliche Hilfsmaßnahmen im Bangula-Camp in Malawi starten, darunter die Verteilung von Lebensmitteln wie Maismehl, Bohnen und Speiseöl sowie Informationen bereitstellen, wie die Ausbreitung von Krankheiten verhindert werden kann. Oxfam will mit seinen Hilfsmaßnahmen mehr als eine halbe Million Menschen in den drei betroffenen Ländern erreichen – gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen sowie anderen lokalen und internationalen Organisationen.

Quelle: www.oxfam.de 


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