bmz 100Berlin. - Am 29. Juli ist das weltweite Guthaben an natürlichen Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Der "Earth Overshoot Day" oder "Erdüberlastungstag" markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viele Ressourcen beansprucht hat, wie alle Ökosysteme im gesamten Jahr erneuern können. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert deshalb mehr Investitionen in den Klimaschutz und ein Förderprogramm für erneuerbare Energien in Afrika.

"Der Erdüberlastungstag ist jedes Jahr früher", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller. "Das zeigt, wie wenig nachhaltig wir mit unserer Umwelt umgehen. Umwelt- und Klimaschutz sind Überlebensfragen der Menschheit. In Deutschland ächzen wir über die zweite Hitzewelle in diesem Sommer." Aber die Menschen in Entwicklungsländern seien noch viel stärker von Dürren und anderen extremen Wetterlagen betroffen – obwohl sie am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, so Müller.

"Deswegen müssen wir mehr in Entwicklungs- und Schwellenländer investieren", betonte der Entwicklungsminister. "Vor allem Afrika muss zum grünen Kontinent der erneuerbaren Energien werden. Dafür brauchen wir zusätzliche Klimamittel, unter anderem für ein Technologieförderprogramm für erneuerbare Energien in Afrika. Nur so werden wir unser Klima schützen."

Bereits heute leistet das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) mehr als 80 Prozent der internationalen Klimafinanzierung Deutschlands. In der Wüste Marokkos investiert Deutschland in den Ausbau des modernsten Solarkraftwerks der Welt, das 1,3 Millionen Menschen mit sauberem Strom versorgen soll. Und beim Thema Waldschutz konnten dank der vom BMZ unterstützten Projekte weltweit bereits über 100 Millionen Hektar unter Schutz gestellt werden – das 70-fache aller deutschen Naturschutzgebiete.

Quelle: www.bmz.de 


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